Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien treiben einen grundlegenden Wandel in den Strukturen der Arbeits- und Bildungswelt voran, auch die Bereiche Design und Gestaltung werden durch digitale Technologien neu definiert. Mit Media Art and Design bereitet die Hochschule der Bildenden Künste Studierende gezielt auf anspruchsvolle Tätigkeiten in den Bereichen Medien und Gestaltung vor.
Ausbildung einer kreativen Praxis: Der Studiengang Media Art and Design (maad) widmet sich der Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Anwendungsbereichen digitaler Technologien und setzt vor allem auf die Ausbildung einer individuellen kreativen Praxis. Darüber hinaus stellt die Vermittlung entsprechender Kompetenzen auch deren Anwendbarkeit in vielfältigen beruflichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in den Vordergrund.
Schwerpunkt Visuelle Medien: Media Art and Design vermittelt Kenntnisse für den effektiven Einsatz eines breiten Spektrums medialer Technologien sowie umfassende Grundlagen in Kunstgeschichte und Medientheorie. Die einzelnen Komponenten von Media Art and Design werden im Sinne einer integrativen Praxis vermittelt und schaffen so fundierte Grundlagen für einen ebenso kreativen wie kritischen Umgang mit visuellen Medien.
Individualisierung durch Projektstruktur: Um Studierenden die Möglichkeit zu geben, eigene Schwerpunkte zu setzen und entsprechende Kompetenzen auszubauen, ist Media Art and Design als Projektstudium angelegt. Studierende können bei der Erstellung und Umsetzung eigener Studienpläne auf die Resourcen aller Fachbereiche zurückgreifen und damit auf eigene Interessen ebenso reagieren wie auf Veränderungen in den jeweils angestrebten Berufsfeldern.
Schwerpunkte: Media Art and Design widmet sich der Gestaltung elektronisch-zeitbasierter und interaktiver Produktionen und umfasst die Komponenten Bewegtbildgestaltung, 3D-Animation, Visual FX, Entwicklung virtueller Räume, Fotografie, Medienkunst, klang- und lichtkünstlerische Arbeiten, Spieleanwendungen, interaktive Produktionen und Internetanwendungen.
Ressourcen: Der Studiengang wird durch die Professoren Burkhard Detzler, Tamas Waliczky und Daniel Hausig getragen und durch weitere Lehrkräfte aus den Fachbereichen Kunst sowie Kommunikations- und Produktdesign begleitet. Neben Projektarbeitsräumen mit aktueller Hard- und Software steht den Studierenden eine umfangreiche Werkstattumgebung (Holz, Druck, CNC Modellbau inkl. 3D-Druck, Metall) zur Verfügung. Durch die Teilnahme an Auftrags- und Drittmittelprojekten können auch größere Vorhaben realisiert werden, Studierende erhalten frühzeitig Einblicke in die Ausschreibungs- und Berufspraxis. Zur Umsetzung von Projekten kooperiert die HBK mit einer Vielzahl lokaler und internationaler Partner in Kultur und Wirtschaft.
Nach dem Studium: Das Studium bereitet auf Tätigkeiten in einem breiten Spektrum von Berufsfeldern vor, in deren Zentrum das bewegte und/oder interaktive Bild steht. Diese können nach eigener Schwerpunktsetzung einen gestalterisch auftragsgebundenen oder künstlerischen Hintergrund haben. Das MAAD-Team steht Interessierten für Rückfragen zur Verfügung, Kontaktemail maad(at)hbksaar.de.
Schulische Voraussetzungen
Zur Vorauswahl für den Studiengang Media Art & Design wird zugelassen, wer die Fachhochschulreife besitzt oder Schüler der Klasse/Jahrgangsstufe 12 ist, die mit der Fachhochschulreife abschließt. Es können nur Bewerber zugelassen werden, die das Mindestalter von 18 Jahren vollendet haben oder im selben Jahr noch vollenden.
Eignungsprüfung
Die Zulassung zum Studium ist zum Wintersemester möglich und hängt vom Bestehen einer Eignungsprüfung ab. Die Eignungsprüfung kann wahlweise im Fachbereich Freie Kunst oder im Fachbereich Design abgelegt werden. Nähere Informationen zu den Prüfverfahren, Zulassungsvoraussetzungen und einzureichenden Bewerbungsunterlagen sind den jeweiligen Regelungen der Fachbereiche zu entnehmen.
Praktikum
Für das Studium ist ein zusammenhängendes, 12-wöchiges Praktikum bis zum Studienbeginn (in Ausnahmefällen bis zur Zwischenprüfung) zu absolvieren, das dem Studienbewerber Einblick in sein späteres Berufsfeld ermöglicht. Es muss in einem gestalterischen Arbeitsbereich absolviert werden; z.B. Film, Bewegtbild, Animation, Special Effects, Gamedesign, Medien, Grafik, Fotografie, Verlag, TV-Anstalt, Industriedesign, Produktdesign, Softwaregestaltung, Konstruktion, Ausstellungsgestaltung, Architektur, Innenarchitektur oder verwandten Bereichen. Anstatt des 12-wöchigen Praktikums wird auch eine abgeschlossene Lehre in den o.g. Bereichen akzeptiert.