08.06.2009

Onlinearchiv bild-rausch für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 nominiert.

Internetplattform für Medienkünstlerinnen für den „Preis der Preise“ vorgeschlagen.


 

Das von Prof. Ulrike Rosenbach initiierte Internetarchiv für Medienkünstlerinnen „bild-rausch“ wurde durch das Ministerium für Wirtschaft des Saarlandes für die Teilnahme zum Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 nominiert.  

 

Die international bekannte und renommierte Medien- und Performancekünstlerin Ulrike Rosenbach, die 2007 aus dem Hochschuldienst an der HBKsaar ausgeschieden ist, leitete seit dem Sommersemester 2003 eine studentische Projektgruppe, die sich mit dem Aufbau eines Internetarchivs für Medienkünstlerinnen beschäftigte. Nach den eingehenden Recherchen und Analysen der initialen Phase und den daran anschließenden gestaltenden und inhaltlichen Arbeiten hat die Online-Datenbank „bildrausch“ mittlerweile einen umfangreichen Bestand erlangt und wird von einer großen Interessentengruppe genutzt. Darüber hinaus wird die bild-rausch-Seite in verschiedenen Kunstdatenbanken geführt.

Das Onlinearchiv wird aktuell betreut durch die HBKsaar-Absolventin Henrike Kreck und erhielt eine Anerkennung beim Saarländischen Staatspreis für Design 2007 im Bereich Kommunikationsdesign.  

 

„bild-rausch“ bildet eine Plattform im Internet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Medienkünstlerinnen zu präsentieren und zu vernetzen. Die Netzwerkarbeit von „bild-rausch“ fördert den Dialog der Künstlerinnen untereinander, dient der Archivierung, der Kommunikation und steht KuratorInnen, KunstvermittlerInnen sowie GaleristInnen als Informationsmöglichkeit zur Verfügung. Die Online-Plattform wurde bereits im Rahmen des Festivals Max-Ophüls-Preis 2008 multimedial präsentiert. Dabei waren 40 ausgewählte Arbeiten aus dem Fundus des Archivs zu sehen.  

 

Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, der seit 2006 jährlich für herausragende Leistungen in den Bereichen Produkt- und Kommunikationsdesign sowie für eine Designpersönlichkeit vergeben wird, ist die höchste offizielle deutsche Auszeichnung im Bereich Design und gilt als „Preis der Preise“. Der Grund: kein anderer Designpreis stellt ähnlich hohe Anforderungen an seine Teilnehmer. So kann ein Unternehmen oder eine Institution nur dann am Wettbewerb um den Designpreis teilnehmen, wenn das Produkt bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme ist die Nominierung durch die Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder sowie den durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beauftragten Rat für Formgebung.