ERASMUS+ Studieren im europäischen Ausland

ERASMUS+ Programm 2015/2017

 

Studierende erhalten mit ERASMUS+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern. Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden.

 

Bilaterale Verträge

Die Grundlage für die ERASMUS-Hochschulkooperationen sind vertragliche Regelungen („bilaterale Vereinbarungen“) zwischen jeweils zwei europäischen Partnern.  In diesen bilateralen Vereinbarungen werden die Anzahl der Studierenden sowie die Dauer der Auslandsaufenthalte festgelegt. Ein Auslandsaufenthalt umfasst mindestens 3 und maximal 12 Monate innerhalb eines akademischen Jahres. An beiden Partnerhochschulen gibt es ERASMUS-Programmkoordinatoren, die den Austausch fachlich betreuen und ggf. koordinieren. (siehe Liste der Partnerhochschulen)

 

Teilnehmende Länder

Die ERASMUS-Teilnehmerländer sind die 28 EU-Mitgliedstaaten plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

 

! Die Verhandlungen der EU mit der Schweiz zur Beteiligung an ERASMUS+ wurden aufgrund der Volksentscheidung zur Masseneinwanderung bis auf weiteres unterbrochen. Folglich ist die Beteiligung der Schweiz als

Programmland seit dem Wintersemester 2014/15 in Erasmus+ ausgesetzt.

 

Vorteile des ERASMUS+ Programms

  • keine Gebühren an der Partnerhochschule
  • Mobilitätszuschuss (siehe unten)
  • Anerkennung von Studienleistungen
  • vereinfachtes Bewerbungsverfahren an der ausländischen Hochschule
  • je nach Hochschule Bereitstellung von Wohnraum oder Unterstützung bei der Suche
  • sprachliche Vorbereitung, z.B. über kostenlose und kostengünstige Sprachkurse der Partnerhochschulen vor und während des Auslandsstudiums

 

Mobilitätszuschuss

Der finanzielle Zuschuss beträgt für Studienaufenthalte in:

Länderkategorie 1: Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden 300 Euro/Monat

Länderkategorie 2: Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern 250 Euro/Monat

Länderkategorie 3: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn 200 Euro/Monat

 

Teilnahmebedingungen

  • Immatrikulation an der HBKsaar
  • Auslandsstudium ab drittem Fachsemester (Bachelor), im Master ab erstem Semester
  • Aufenthalt von mind. 3 Monaten (max. 12 Monate) an der Partnerhochschule
  • Förderzeitraum pro Studienzyklus (BA/MA/PhD) max. 12 Monate
  • gute Kenntnisse der Unterrichtssprache, Kenntnisse der Landessprache erwünscht

 

Mehrfachförderung

Im Rahmen des Mobilitätskontingents von 12 Monaten pro Studienzyklus (BA/MA/PhD) können auch mehrere Aufenthalte (Studium und/oder Praktikum) gefördert werden. Geförderte Zeiträume (auch aus dem alten Erasmus-Programm bis 2013/14) werden auf das Kontingent angerechnet.

 

Kriterien zur Vergabe der Studienplätze im Ausland

Die Vergabe der Studienplätze wird vom International Office vorgenommen. Auswahlkriterien können u.a. sein: Studienfortschritt, Studienleistungen, persönliches Gespräch. Bei Flexibilität in der Wahl der Partnerhochschule können in der Regel die meisten Bewerbungen berücksichtigt werden.

 

Bewerbungszeiträume

  • 1. Januar bis 31. März für das darauf folgende Wintersemester
  • 1. Juli bis 30. September für das darauf folgende Sommersemester

 

Kontakt DAAD

Weitergehende Informationen zu den ERASMUS-Mobilitätsmaßnahmen bietet

der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD).

Homepage: eu.daad.de

 

 

Erklärung zur Hochschulpolitik

 

Die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) ist nach §1 (4) des Kunsthochschulgesetzes des Saarlandes zur internationalen Zusammenarbeit verpflichtet. Ausgehend von diesem  Auftrag ist die Internationalisierung ein fester Bestandteil der allgemeinen Zielsetzungen der HBKsaar und  im Leitbild der Hochschule enthalten. Die HBKsaar hat aufgrund der geografischen Lage im Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Deutschland, der sogenannten Großregion Saar Lor Lux, eine besonders starke Bindung zu den Kooperationspartnern in diesen Nachbarregionen. Diese Lage und die enge Anbindung an international operierende Institute der Universität des Saarlandes haben in den letzten Jahren zu einer starken Internationalisierung der HBKsaar und ihrer Lehrangebote geführt. Der besondere Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen spiegelt sich im europäischen Kooperationsprogramm der HBKsaar wider. Neben der Durchführung der Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen des Erasmusprogramms  wurden eine Vielzahl von Kooperationen mit französischen Hochschulen und Institute entwickelt.

Die HBKsaar ist die einzige Ausbildungsstätte für Kunst und Design mit interdisziplinärem Profil und projektbezogenem Ansatz im Saar-Lor-Lux-Raum und die einzige Hochschule ihrer Art im südwestdeutschen Raum. Sie kooperiert erfolgreich mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft, und dies sowohl regional als auch national und international. Sie ist aktiv eingebunden in eine funktionierende Hochschullandschaft und in eine Stadt mit reichem kulturellem Angebot. Lehrende und Studierende engagieren sich in kulturellen Entwicklungsfeldern der Landeshauptstadt Saarbrücken, setzen zukunftsorientierte Akzente in der Kreativwirtschaft des Saarlandes wie auch der Großregion und sind eigeninitiativ bundesweit – im Rahmen vielfältiger Hochschulkooperationen oder in der Zusammenarbeit mit Ausstellungsinstitutionen, Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen- vertreten. Die internationale Ausrichtung und die Kontaktmöglichkeiten machen das Studienangebot der HBKsaar für Studierende aus ganz Europa interessant.

In ihrer bisherigen Entwicklung hat die HBKsaar ein weites Geflecht internationaler Beziehungen aufgebaut. Es basiert auf den weltweiten Kontakten der Dozenten und dem Bemühen der Hochschule, einen hohen Mobilätsgrad der HBKsaar-Studierenden zu sichern und auszubauen.  Es wird Wert darauf gelegt, dass die Partneruniversitäten in Struktur, Größe und inhaltlicher Ausrichtung der HBKsaar ähnlich sind und auch interessante Komplementäreigenschaften aufweisen. Die Kooperationen führen nicht nur zu einem regelmäßigen Austausch von Studierenden sondern auch zu einer regen internationalen Teilnahme an Studienprojekten, Praktika, Workshops und Exkursionen. Diese Schwerpunktsetzung der internationalen Arbeit wird für den Zeitraum 2014-2020 weiterhin fixiert. Das ERASMUS-Programm stellt den zentralen Baustein im Konzept der Internationalisierung dar. Die internationale Ausrichtung der HBKsaar  dokumentiert sich mit  25 Partnerschaften in12 europäischen Ländern. Darüber hinaus werden eine Vielzahl von Kooperationen außerhalb Europas, beispielsweise in  Asien und Nordamerika.

Die wichtigste Zielgruppe der Mobilitätsaktivitäten stellen die Studierenden dar, deren studienbezogene Auslandsmobilität gesteigert werden soll. Im Fokus stehen nach wie vor das Auslandsstudium (ein oder zwei Semester) oder Praxissemester inklusive Abschlussarbeiten. Die HBKsaar ist ebenfalls bestrebt, den internationalen Austausch von Dozenten zu verstärken, mit dem Ziel, für die Mobilität der Dozenten und für die Bereicherung des Studienangebotes durch ausländische Gastdozenten zu sorgen.

Das International Office der HBKsaar ist in enger Abstimmung mit dem Rektorat und den Studiengängen für die Koordination und strategische Entwicklung der internationalen Beziehungen zuständig. Die Erasmus-Aktivitäten Sichtbarkeit wird durch die Aktualisierung und die Verbreitung von Informationsmaterialien sowohl in gedruckter Form als auch in Form von Webseiten gewährleistet. Die Verbreitung der Erasmus-Charta und der EPS erfolgt durch Informationsmaterialien und Homepage-Informationen. Eingehende Beratung der Studierenden sorgt ebenfalls für ein gutes Verständnis und eine optimale Nutzung der Erasmus-Charta.  

Die fachliche Beratung von Incomings und Outgoings erfolgt durch das International Office. Die ausländischen Studierenden werden vor und während des Studienaufenthalts begleitet. Den Ausbau der Deutschkenntnisse unterstützt ein breites Sprachangebot (vorbereitende Intensivkurse und semesterbegleitende Kurse) in Kooperation mit der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Auch für die deutschen Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt  planen, steht ein breitgefächertes Beratungsangebot zur Verfügung: Infoveranstaltungen, konzipiert und durchgeführt von Akademischem Auslandsamt und den einzelnen Fakultäten, wechseln mit Einzelberatungen. Ferner steht den Studierenden eine umfangreiche Zahl von Informationsmaterialien zur Verfügung, sowohl in gedruckter Form  als auch im Internet.  Eine qualifizierte Betreuung der europäischen Kooperationsprogramme ist durch Aktualisierung der Materialien und ständigen Kontakt mit den Partnerhochschulen auch in Zukunft gewährleistet.

Bereits in den 90er Jahren haben sich die Gremien der HBKsaar durch die Bestellung einer Frauenbeauftragten sowie eines Behindertenbeauftragen dazu bekannt, die Nicht-Diskriminierungsziele zu respektieren. Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern wird u.a durch eine verstärkte Förderung der Repräsentanz von Künstlerinnen und Designerinnen in Kooperationsprojekten sowie durch eine verstärkte Berücksichtigung von Frauen bei der Lehrauftragsvergabe unterstützt. Fremdfeindlichkeit und Rassismus wurden bislang an der HBKsaar nicht beobachtet. Die HBKsaar ist ein Ort, an dem Toleranz, Neugier und Offenheit selbstverständlich gelebt werden.