Sommersemester 2014

Gastprofessur Max Ophüls

 

Sylke Enders eine hoch engagierte und vielseitige Filmemacherin und Drehbuchautorin. Sie hat bemerkenswerte, ebenso eigenwillige wie relevante Kino- und Fernsehfilme gemacht und zeichnet sich durch einen versierten Blick für gesellschaftliche Befindlichkeiten aus.

Nach Studien der Soziologie an der Berliner Humboldt-Universität sowie der Gesellschaft- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste sammelte Sylke Enders zunächst als Regieassistentin Erfahrungen im Filmgeschäft, bevor sie von 1996 bis 2002 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Regie studierte. Gleich ihr erster Spielfilm Kroko wurde 2003 auf den Hofer Filmtagen uraufgeführt und unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet.

Hinzu kamen Nominierungen für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie »Europäische Entdeckung des Jahres« und für den deutschen Nachwuchspreis First Steps in der Kategorie »Abendfüllender Spielfilm«.

Auch bei den drei folgenden Filmen — ihrem Abschlussfilm Hab mich lieb (2004), dem Kinofilm Mondkalb (2007) und sowie ihrem frei produzierten Schlitten auf schwarzem Schnee (2011) — war sie für Buch und Regie verantwortlich. Mondkalb erhielt unter anderem die »Besondere Auszeichnung« des Festivals des deutschen Films 2008 in Ludwigshafen. 2009 beteiligte sich Sylke Enders mit dem Kurzfilm Schieflage an dem Episodenfilm Deutschland 09 - 13 kurze Filme zur Lage der Nation, bevor sie 2012 für den WDR erstmals das Drehbuch eines anderen verfilmte — Geliebtes Kind von Dieter Bongartz.

2013 wurde ihr Fernsehfilm Du bist dran auf dem Münchner Filmfestival uraufgeführt. Die neuste Regiearbeit von Sylke Enders heißt Schönefeld Boulevard.

 

Biografie:

  • 1983–1987 Studium der Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin
  • 1989–1994 Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der HdK Berlin
  • 1990–1999 Script/Continuity und Regieassistentin für TV-Filme und TV-Serien
  • 1996–2002 Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie
  • Berlin seit 2002 Regisseurin und Autorin von TV- und Kinofilmen    

 

 

Gastprofessur Max Ophüls

Die Gastprofessur ist nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls benannt. Sie wurde 2013, 50 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, erstmalig vergeben und ehrt einen der bedeutendsten deutsch-französischen Künstler. Sie richtet sich an Persönlichkeiten, die sich für die Nachwuchsförderung engagieren wollen und durch ihr filmisches Werk einen hohen künstlerischen und professionellen Anspruch formulieren. Die Gastprofessur ergänzt das Lehrangebot der Hochschule der Bildenden Künste Saar und wird gemeinsam mit dem Festival Max Ophüls Preis aus dem Kreis ehemaliger Preisträger/innen besetzt.