Philosophische Ästhetik

 

Volker Böhnigk studierte an den Universitäten Wuppertal und Bonn. Seit 1994 arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft am Philosophischen Seminar B der Rheinischen Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn, am Institut für Philosophie der Universität Essen und am Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn. Ab 1999 ist er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter zusammen mit Professor Dr. Wolfram Hogrebe an der Universität Bonn mit einem von der DFG finanzierten Forschungsprojekt befasst, das der Aufarbeitung der Philosophie im Nationalsozialismus sowie deren ideengeschichtlichen Voraussetzungen dient. Seither ist er Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Bonn.

Der HBKsaar ist Volker Böhnigk seit vielen Jahren verbunden, indem er regelmäßig die interdisziplinäre Lehrveranstaltung „Völklinger Gespräche“ mitgestaltet. So konzipierte er 2006 gemeinsam mit den Professoren Dr. Rolf Sachsse und Dr. Hartmut Wagner die Tagungen „Die Ästhetisierung des Alltags. Die Verselbständigung des schönen Scheins in der Massenkultur“, und unter zusätzlicher Einbeziehung von Prof. Georg Winter „Terror in Philosophie, Kunst und Design“ (2014), „Netz, Ethik, Games und Rassismus“ (2015), „Die (Un)Sichtbarkeit des Bösen“ (2016).

Volker Böhnigk gilt als hoch profilierter, von allen Strömungen unabhängiger Denker. Seine wichtigsten Forschungen zu Fragen des Nationalsozialismus, zu rassistischen Vorurteilen und zu wissenschaftstheoretischen Grundlagen basieren auf der Exaktheit seines Denkens wie auf einer breiten Kenntnis der zeitgenössischen Vernunftkritik.

Neben zahlreichen Lexikonartikeln und Aufsätzen zählen zu seinen Buchveröffentlichungen „Weltversionen. Wissenschaft zwischen Relativismus und Pluralismus“ (1999), „Kant und der Nationalsozialismus. Einige programmatische Bemerkungen über nationalsozialistische Philosophie“ (2000), „Kulturanthropologie als Rassenlehre. Nationalsozialistische Kulturphilosophie aus der Sicht des Philosophen Erich Rothacker“ (2002), hg. zus. mit Joachim Stamp „Die Moderne im Nationalsozialismus“ (2006), hg. zus. mit Brigitte Bremer „Humanismus, Freiheit, Menschenrechte“ (2015).