In der zumeist gegenständlichen Malerei Gabriele Langendorfs finden sich als zentrale Bildmotive Innen- und Außenräume sowie Dinge der alltäglichen Lebenswelt. Hierbei konstruiert die Künstlerin die sichtbare Welt durch ihre Empfindungen zu neuen, besonders wahrnehmungsdichten Bildräumen. Die Magie ihrer Bilder besteht darin, dass sie einfache Dinge in Malerei überträgt und erfahrbar macht. Indem sie sich ausgiebig den Dingen widmet, sie intensiv betrachtet, werden sie komplex und wandeln sich in etwas faszinierend Fremdes. So kommt eine andere als die oberflächliche Seite ihres Seins zur Geltung. Es ist also der obsessive Blick der Künstlerin, der das Objekt transformiert. Durch ihn verändert sich nicht nur das Objekt, sondern gleichzeitig auch derjenige, der es betrachtet.

 

Gabriele Langendorf wurde 1961 in Rheinfelden/ Baden geboren. Sie studierte Malerei an der Schule für Gestaltung in Basel/Schweiz und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste/Städelschule in Frankfurt am Main.

Zum Wintersemester 2006/2007 übernahm sie eine Professur zum Lehrgebiet Malerei und Zeichnung an der HBKsaar.