„Ich denke, ich male. Das Malen ist zunächst, über sich selbst hinaus, nicht mitteilbar: es ist abstandslos, berührend und körperlich. Davon dann zu schreiben, zu sprechen oder auch zu lehren ist ein Denken des Tuns in einer anderen Sache, mit einer zunächst mangelhaften Handhabe von Begrifflichkeiten. Dieser Mangel erfordert ein Suchen nach einer Übersetzung, um das eine im anderen, mit gewissem Abstand, anderweitig Tun, Tasten oder eben übermitteln zu können. Diese Haltung bedeutet, ein fragendes Denken einzuräumen, Außerordentliches zu verorten und Unmögliches zumindest in Betracht zu ziehen – Bild für Bild.“ (Katharina Hinsberg)

 

 

Katharina Hinsberg wurde 1967 in Karlsruhe geboren. Auf das Studium der bildenden Kunst in München, Dresden und Bordeaux von 1989 bis 1996, folgten Stipendien u.a. des Kunstfonds, der Dieu Donée Papermill in New York, des MUKA Printstudios in Auckland, Neuseeland oder der Chinati Foundation in Marfa, Texas. Von 2003 bis 2009 war Katharina Hinsberg Professorin für Zeichnen an der Hochschule für Künste Bremen, seit dem Sommersemester 2011 ist sie Professorin für ‚konzeptuelle Malerei’ an der Hochschule der Künste Saar.

 

Einzelausstellungen: u.a. ‚spatien’ im Museum DKM, Duisburg, ‚binnen’ in der Orangerie der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, die Wandzeichnung ‚Perceiden’ für das Kunstmuseum Stuttgart, ‚Streifen’ in der Landesgalerie Oberösterreich, Linz, Österreich , ‚Frieze of Fricatives’ in der The Chinati Foundation in Marfa, Texas sowie im Musée des Beaux-Arts d’Agen, Frankreich.

 

Gruppenausstellungen zuletzt: ‚Linie, Line, Linea’ im Museo Nacional des Artes Visuales Montevideo‚ ’Transparent Boundaries’ im Museum of Birmingham, ‚Cut. Scherenschnitte’ in der Kunsthalle Hamburg und im Kunstmuseum Kärnten, Österreich, ‚Vom Esprit der Gesten’ im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, ‚modern times: responding to chaos’, in Kettle’s Yard, Cambridge, GB und im De la Warr Pavilion, Bexhill, Sussex, GB. ‚Die Gegenwart der Linie’ in der Pinakothek der Moderne, München, ‚Zeichnung als Prozess’ im Museum Museum Folkwang Essen.