Industrie- und Systemdesign

 

Nitzan Cohen, 1973 in Israel, in der Nähe von Nazareth geboren, arbeitete zunächst in seinem Heimatland als Tontechniker und Setdesigner, begann in Tel Aviv an der Avni Art Academy ein Studium der Freien Kunst und wechselte dann 1997 für sein Designstudium an die Design Academy Eindhoven.

Bereits während seines Studiums absolvierte Nitzan Cohen ein Praktikum bei dem Münchner Designer Konstantin Grcic, für den er nach Abschluss des Studiums von 2002 bis 2007 als Projektleiter arbeitete.   

2007 gründete er in München sein eigenes Design-Studio. Mittlerweile gehört Nitzan Cohen zur Top-Liga der in Deutschland arbeitenden Designer, die auch international erfolgreich sind. Im vergangenen Jahr wurde er in München mit dem den Förderpreis 2011 für Design ausgezeichnet.

Mit seinem gestalterischen Repertoire bearbeitet er sehr unterschiedliche Projekte für renommierte Auftraggeber aus der Industrie, für Museen oder den öffentlichen Raum. Sein Handlungsspektrum reicht von klassischem Industrie- und Möbeldesign über Ausstellungs- und Interiordesign bis hin zu freien Kunstprojekten.

Cohens Arbeiten gelten als präzise, pragmatisch und logisch, nie nur formalästhetisch.

Zu den herausragenden Entwürfen Cohens zählt die Sitzmöbelserie „He said/She said“ für den italienischen Holzmöbelfabrikanten Mattiazzi. 

Cohens Regalsystem „Nan 15“ für das Schweizer Label Nanoo by Faserplast gewann den German Design Council's Interior Innovation Award for  'Best system' 2010 und wurde zudem für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nomminiert.

Neben Möbeln und Objekten gestaltet Cohen auch Räume. In München stattete er diverse Lokale wie das „SAF Deli“ oder das „Zerwirk Deli“ aus, in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main wurde das Restaurant  „Table“ von ihm gestaltet.

 

Nitzan Cohen war als Lehrbeauftragter und Gastprofessor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart tätig.

Er selbst formuliert zu seiner Arbeitsweise: „Mir geht es um Logik. Um Gründe. Um das Warum. Bevor ich etwas zeichne, modelliere oder sonst wie gestalte, suche ich gewissermaßen die DNA möglicher Entwürfe. Wenn ich den Kern der Sache frei gelegt habe, bin ich in der Regel sehr frei in der Antwort.“