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Marx, Margarita: Le Cacre Du Printemps


Langendorf, Gabriele (Prof.)Maksimovic, Ivica (Prof.)    Kommunikationsdesign    Diplom  2015 SS  

 

Wie fühlt sich das an, in einem fremden Land komplett auf sich alleine gestellt zu sein? Nichts bei sich zu haben außer sich selbst und seinen künstlerischen Fähigkeiten?  

Vom August bis Oktober 2014, habe ich es in Erfahrung gebracht als ich nach New York flog, um ein Überlebensexperiment durchzuführen. Während meines Aufenthaltes habe ich mir drei Regeln aufgestellt, an die ich mich ohne Ausnahme halten sollte:  

Ich durfte kein Geld besitzen, annehmen oder ausgeben.

Ich durfte keine digitalen oder mobilen Netzwerke zur Kontaktaufnahme benutzen.

Ich durfte höchstens 7 Tage bei Jemandem wohnen bleiben.  

Dabei verlief das Experiment erfolgreich. Ich habe mich selbst nach zwei Monaten lebendig wieder zurückgebracht. Da meine Kamera auf der Reise verloren ging und ich meine Zeichnungen gegen Hilfe oder Essen eingetauscht habe, bin ich mit genauso leeren Händen zurückgekommen, wie ich gegangen war.  

Was mir blieb, war mein Backpack samt Inhalt, ein Strafzettel fürs Schwarzfahren in der NYC Metro, meine Erinnerungen und ein Panorama-Foto vom Union Square Park, wo ich die meiste Zeit verbrachte und auch übernachtete.

All diese Fragmente der Reise waren im Foyer der HBKsaar vom 16. bis zum 26. April 2015 zu sehen. Während der 10 Tage übertrug ich freihändig mit Kohle Motive aus dem Panorama an die Wände der Halle. Die dabei entstandenen Zeichnungen wurden gebrochen, ausgelöscht, teils ersetzt.  

Während der Arbeit trat ich in Diskurs mit Passanten und erzählte meine Geschichten aus der New York-Zeit immer wieder neu. Fügte neue Erinnerungen hinzu, verzerrte andere.  

Am Ende der Ausstellung wurden die entstandenen Zeichnungen nach und nach überstrichen und die HBKsaar blieb mit leeren Wänden zurück. 







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