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Lörincz, Judith: Gegenstand und Zufall - Symbiose von Aquarelltechnik und Abdruckverfahren


Langendorf, Gabriele (Prof.)Möller, Andreas (StD)    Kunsterziehung  Malerei  Staatsexamen  2015/2016 WS  

 

Die fachpraktische Arbeit mit dem Titel: „Gegenstand und Zufall – Symbiose von Aquarelltechnik und Abdruckverfahren“ entstand im Rahmen meines Lehramtsstudiums. Diese schriftliche Abhandlung ergänzt meine fachpraktische künstlerische Arbeit, die als Abschlussarbeit des Lehramtsstudiums in den Fächern Kunst und Geschichte erarbeitet wurde.

Die praktische Arbeit umfasst insgesamt ca. 35 Arbeiten, die einzeln oder in Gruppen zusammengestellt präsentiert wurden. Die Werke zeigen meine künstlerische Position und sind das Resultat von mehreren Semestern künstlerischer Tätigkeit.

Es handelt sich um eine Mischtechnik, bei der verschiedene Bilder in unterschiedlichen Arbeitsprozessen produziert werden und anschließend zu einem Bild zusammengestellt werden. Es sind Collagen, bei denen mehrere Techniken (Zeichnung, Acetondruck, getauchtes Papier) kombiniert wurden.

Im Fokus stehen der Umgang mit Farbe und das entstehen von Farbflächen durch Tauchen in verflüssigte Farbe. Das Verfremden von Zeichnungen mithilfe der Reproduktionstechnik des Kopierens, sowie das Drucken dieser Kopien durch die Drucktechnik des  Acetondrucks.

Die Verfremdung von Zeichnungen, Drucken und getauchtem Papier werden in einer Symbiose zu einem Bild zusammengeführt und funktionieren als Einheit, wobei alle einzelnen Komponenten eines Bildes denselben Stellenwert haben und als eigenständige Arbeiten zu werten sind. Demnach sind das gefärbte Papier wie der Druck eigenständige Arbeiten und sind nicht als aufeinanderfolgende Arbeitsschritte zu betrachten.

Die künstlerische Arbeit besteht inhaltlich aus zwei Teilen, die zwar dieselbe Technik nutzen und in ihrem Ursprung denselben Gedanken haben, jedoch im Arbeitsprozess und ihrer Intention stark voneinander abweichen. Zum einen beschäftige ich mich mit einer Person und dem menschlichen Abbild. Zum anderen ist es die sachliche Auseinandersetzung mit diversen Früchten, Objekte, die mich aufgrund ihrer Beschaffenheit interessieren. Neben den formalen Inhalten, steht die Farbe als solches im Fokus. Farbe als eigenständiges Darstellungsmittel und Arbeitsmaterial. Beim Tauchen der Papiere arbeitet die Farbe, sie lässt Farbflächen entstehen, der Zufall bestimmt das Endresultat. Diese offene Arbeitsweise durch den Zufall ist ein zentrales Thema der Arbeiten, die erst durch ein intensives Betrachten erfasst werden können. Sie zeichnen sich durch Strukturen, Farbverläufe, Formen und Komposition aus.

In der begleitenden schriftlichen Abhandlung wird die Arbeit inhaltlich und formell erläutert. Außerdem werden kunstwissenschaftliche Bezüge hergestellt und pädagogische Aspekte aufgezeigt.

 

 

 





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