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Derwahl, Janna: GO' NACHT.

Interviews über die Endlichkeit


Maksimovic, Ivica (Prof.)    Kommunikationsdesign    Master  2017 SS  

 

In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Endlichkeit der Menschen beschäftigt, also dem Tod. Dieser begegnet uns durchaus täglich, sei es der Verfall von Pflanzen, das Sterben der Insekten oder die tägliche Konfrontation durch die Nachrichten: Der sonntägliche Tatort, der inszenierte Tod in Film und Fernsehen. Er scheint so weit weg und doch ist er uns so nah. Es trifft uns alle irgendwann. Jedoch wird der Tod immer wieder tabuisiert.

 

Mein Ziel ist es, das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren beziehungsweise auf meine Art etwas zu entschärfen. Ich habe mich daher mit Menschen aus meiner näheren Umgebung befasst. Es sind Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen und Kommilitonen. Man begegnet ihnen häufig und versucht ein gutes Netzwerk aufrecht zu erhalten. Es sind Personen, die mir nicht fremd sind, aber bei denen ich zuvor nicht einschätzen konnte wie sie auf meine Bitte bei diesem Interview mitzuwirken, reagieren würden. Um eine Art Gesprächsplattform zu erstellen, habe ich mich mit Fragen befasst, die mir im Kontext dieser Thematik undaus eigenen Erfahrungen heraus als wichtig erschienen sind. Der Inhalt der Interviews ist natürlich von den Erfahrungen einer jeweiligen Person abhängig. Manche konnten mehr berichten als andere, da es mehrere oder zumindest einen Trauerfall im Familien - oder Freundeskreis gab. Die Medien und Nachrichten inkludieren jedoch die Themaitk Tod und Sterben, daher treten alle Personen damit indirekt in Kontakt, auch wenn es noch keinen direkten Trauerfall gab.

 

Dadurch, dass ich innerhalb der Interviews dauerhaft auf die Erinnerungen der Mitwirkenden eingehe, erwidere ich meine Andenken hauptsächlich visuell. Ich agiere in dieser Arbeit vorwiegend als Kollektorin und versuche vergangene Erinnerungen der Beteiligten wieder wach zu rufen. Zusätzlich erläutere ich meine eigenen Konfrontationen mit dem Tod, da ich der Überzeugung bin, nur durch Offenheit und Kommunikation das Vertrauen und die gegensätzliche Aufrichtigkeit meiner Mitmenschen gewinnen zu können.

 







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