zurück

Mithöfer, Sandra: Ausstellungskonzept für ein volkskundliches Museum


Brandolini, Andreas (Prof.) Sachsse, Rolf (Prof. Dr.)    Produktdesign    Diplom  2007 SS  

 

Ein volkskundliches Museum mit einer reichen Sammlung regionstypischer Gebrauchsgegenstände des dörflichen Alltagslebens im Saarland und den angrenzenden Gebieten ist in seinem Bestand bedroht. Das Museum für dörfliche Alltagskultur befindet sich im Privatbesitz. Die Sammlung des Museums wurde bis dato nicht ausreichend dokumentiert und archiviert.

Die Exponate wurden nach Ausstellungsbereichen geordnet dokumentiert und ein neues Darstellungskonzept erarbeitet. In dem neuen Erscheinungsbild für eine virtuelle Ausstellung, neugestalteten Publikationen, Briefpapier und Visitenkarte, dient der Wald als visuelle Klammer für die Ausstellungsstücke und spiegelt die atmosphärische Dichte im Museum wieder.

Durch die Bindung an die Örtlichkeiten und durch die eingeschränkten Öffnungszeiten des Museums wird nur ein kleiner Kreis von Interessenten erreicht. Im Internet entsteht eine neue Ausstellungsplattform, auf der Teile der Sammlung zu sehen sind und die in Zukunft ausgebaut werden soll.

Der Besucher der Seite kann sich auf die Suche in den dichten Archivwald begeben – dem Komplexen und Zwielichtigen der Exponate aus Aberglauben, dörflicher Spielwelt und anderen volkskundlichen Themen nachspüren. Die Ausstellungsstücke erzählen Geschichten. Teilweise auch die Geschichten ihrer Lieferanten. Dem Besucher werden Informationen über die Region, Brauchtum und handwerkliche Traditionen gegeben. Für ein volkskundliches Museum im Privatbesitz ist der Schritt von einem Privatarchiv zu einem Online-Archiv ein mutiger und zugleich ungewöhnlicher Schritt.

Dazu erscheint eine neu gestaltete Publikationsreihe zu Teilgebieten der Sammlung – »Der kleine Aberglaube«, »Verloren gegangene und vergessene Spielzeuge« und »Gussbilder – Ein Stück Industriekultur« sind kompakte Führer durch die Ausstellungen im Museum für dörfliche Alltagskultur im handlichen Taschenbuchformat.

 

Abbildungen unten: 

Bild 1: Beispiel aus der Sammlung Aberglauben des Museums für dörfliche Alltagskultur

Bild 2: eine Graphik zu einem Spielzeug der Sammlung

Bild 3: zwei Schuber mit Karten von Exponaten der Ausstellung

Bild 4: Präsentationswand in der Diplomausstellung

Bild 5: Innenseite aus der Publikation »Der kleine Aberglauben«

Bild 6: Schriftdetail aus der Innenseite eines Buchumschlags

 

 











zurück