Dokumentation und Evaluation von Lehrveranstaltungen

Im Rahmen des SaLUt-Teilprojektes für Ästhetische Bildung werden verschiedene innovative hochschulische Vermittlungsformate für ästhetische Bildung entwickelt und erprobt. Diese Erprobung wird wissenschaftlich begleitet. Die Evaluationen der Lernwerkstatt-Angebote dienen der Weiterentwicklung und Optimierung der Veranstaltungen im Sinne eines Design-Based-Research-Ansatzes. Zudem werden die erfolgreichen Konzepte mittels Dokumentation der Veranstaltungen nachhaltig verwendbar und interessierten Dritten zugänglich gemacht. Ergebnisse der Evaluation des Lernwerkstattangebotes „Ästhetische Dimensionen des Lernens in der Primarstufe“ werden auf einem Poster dargestellt.

Theoretische und empirische Forschung zum Potential ästhetischer Fächer für einen angemessenen Umgang mit Heterogenität

Bisherige wissenschaftliche Studien zum Thema Heterogenität beziehen sich meist auf Unterrichtsfächer, welche nicht genuin als ästhetisch bezeichnet werden (z.B. Mathematik). Allerdings wird gerade den ästhetischen Fächern (Kunst, Musik, Sport) oft aus theoretischer Perspektive ein besonderes Potential in Bezug auf einen angemessenen Umgang mit Heterogenität zugeschrieben. Sie seien dazu prädestiniert, in besonderem Maße eine Berücksichtigung der Bedürfnisse einzelner in heterogenen Lerngruppen zu ermöglichen und Heterogenität als Chance für alle am Unterricht Beteiligten werden zu lassen. Unter Heterogenität wird im Teilprojekt SaLUt-ÄB die allgemeine Verschiedenheit von Schülerinnen und Schüler verstanden, welche sich auf ganz unterschiedliche Bereiche beziehen kann (z.B. motorische, dispositional-kognitive, manifest-kognitive, sozial-emotionale, kulturelle, religiöse, sprachliche und motivationale Heterogenität). Im Rahmen von SaLUt-ÄB werden theoretische Überlegungen zum Verhältnis von Heterogenität und Musikunterricht angestellt. Zudem erforschen wir, inwieweit dieses Potential ästhetischen Fächern auch aus Perspektive von Unterrichtenden zugeschrieben werden kann und inwiefern sich Unterschiede beispielsweise in heterogenitätsbezogenen Einstellungen durch unterschiedliche Unterrichtsfächer erklärt werden können.

Publikationen

Handschick, M., Stark, L., Biard, E., Delitala-Möller, L. & Möller, A. (angenommen). Ästhetische Bildung im Spiegel des Lernwerkstatt-Konzepts: Überlegungen zu interdisziplinären und übertragbaren Formaten der Kulturvermittlung für heterogene Lerngruppen. In M. Peschel & M. Kelkel (Hrsg.), Zur Sache! Fachbezüge in didaktischen Lernwerkstätten. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

 

Stark, L., Delitala-Möller, L. & Handschick, M. (2017, Mai). Ästhetische Dimensionen des Lernens in der Primarstufe: Vorstellung einer Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung. Posterpräsentation auf dem Programmworkshop „Inklusion und Heterogenität als Thema der Lehrer_innenbildung: Theorien, Konzepte, Methoden“ der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, Heidelberg.