Wolfgang Nestler

Zum Lotsendienst bei Winden – Ein plastisches Impulsfeld


Der Kunstraum Steffen Krüger in Berlin zeigt vom 25. Oktober 2019 bis 25. Januar 2020 Arbeiten des Bildhauers Wolfgang Nestler: Ein plastisches Impuls­feld mit Werken aus fünf Jahrzehnten, in dem der Betrachter zum Akteur wird und Plastik als variables System erfährt. „Form wird hier erlebt als Form, die wird, und als Form, die wirkt“, sagt Wolfgang Nestler. Es wird kein Beweis angetreten – es ist ein Angebot an den aktiven Anteil des Betrachters. Damit zeigt sich die Form.

Die Ausstellung plastischer Szenen ist Freunden Nestlers gewidmet: dem Ehepaar Irmgard und Benno Rech und dem Dichter Johannes Kühn. „Wir erlebten, wie Sprache auf Bilder trifft – die Magie von Plastik und Poesie“, sagt Wolfgang Nestler. Von Johannes Kühn stammt der Titel der plastischen Arbeit, die der Ausstellung ihren Namen gibt.

Wolfgang Nestler war von 1989 bis 2007 Professor für Plastik/ Bildhauerei an der HBKsaar.

Wolfgang Nestlers künstlerische Arbeit entsteht aus einem dialogischen Grundprinzip. Die plastischen Fragestellungen erfahren in Kontaktaufnahme mit Materialität und Maß ihre Formung. Paul Wember nannte dieses Vorgehen „elliptisches Denken“. Kaspar König schreibt: „Stets geht von den reduzierten Formfin­dungen ein spielerisches, transformatives Moment aus.“ Und Christa Lichtenstern notiert: „In seiner Reinheit und kooperativen Menschlichkeit ragt sein konstruktives Werk in der deutschen Skulptur der letzten fünfzig Jahre markant heraus.“ Nestler zählt zu den Gründungsprofessoren der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken.

Ausstellungen und Preise – eine Auswahl

2019 ZKM, Negativer Raum; 2018 Galerie Wack, Kaiserslautern; 2017 Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis; 2009, Sophies Inseln, Hommage an Sophie Taueber-Arp, Kunsthalle Ziegelhütte, Appenzell; 2006 Was ist Plastik? 100 Jahre-100 Köpfe. Das Jahrhundert moderner Skulptur, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg; 1993 Stahlplastik in Deutschland, Moritzburg, Halle; 1987 documenta; 1985 Deutsche Kunst nach 1945, Nationalgalerie Berlin; 1977 documenta 6;1974 Haus Lange, Krefeld

Ausgezeichnet wurde Wolfgang Nestler unter anderem mit dem Karl Schmidt Rottluff-Stipendium (1977), dem Preis der Kunstkritiker (1980), dem Kunstpreis Robert Schuman (1995) und dem Saarländischen Landes­preis Hochschullehre (2005). Nestlers Arbeiten sind deutschlandweit in 17 Sammlungen vertreten, etwa in der Nationalgalerie Berlin, im Lehnbachhaus München, im Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, im Von der Heydt-Museum Wuppertal, im Kunstmuseum Düsseldorf, in der Staatsgalerie Stuttgart, im Landesmuseum Mainz und im ZKM Karlsruhe. Weitere Informationen auf www.wolfgang-nestler.de

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Journalistinnen und Journalisten sind zur Ausstellungseröffnung am 25. Oktober um 19 Uhr im Kunstraum Steffen Krüger, Hohenstaufenstraße 67, 10781 Berlin, herzlich willkommen. Es spricht Dr. Annett Holzheid (ZKM Karlsruhe). Um die Energie im Herzen der Plastik geht es im Tanz von Katharina Roll – Nestlers Körperplastik wird zur choreografischen Raumplastik.

Medienkontakt: Christel Blömeke, christelbloemeke@gmx.de, Tel.: 01577-4018612

Zum Lotsendienst bei Winden, 2019, Kupfer, 1500 x 300,5cm x 2 mm

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