In Bewegung

Kunstpädagogischer Tag 2026


Eine Veranstaltung des Fachverbands für Kunstpädagogik BDK Saarland in Kooperation mit der HBKsaar und dem Bildungscampus Saarland

Zeit: 24. März 2026, 9-16 Uhr

Ort: HBKsaar

Anmeldung: https://tnv.lpm-saarland.de/events/search.php (Studierende können sich zum Zweck der Anmeldung einen Account beim Bildungscampus Saar erstellen).

Bei Fragen rund um die Anmeldung und weiteren Fragen zur Veranstaltung können Sie sich wenden an:
Anna Jacob
Fachreferentin Bildende Kunst
Bildungscampus Saar
Mail: A.Jacob@bildungscampus.saarland.de

Programm

  • 8:45
    Eintreffen
  • 9:00 – 9:15
    Begrüßung / Organisatorisches
    Anna Jacob, 1. Vorsitzende BDK Saarland
  • 9:15 – 9:45
    Vortrag
    Saskia Riedel
  • 9:45 – 9:55
    Vorstellung der Workshop-Angebote
  • 9:55 – 10:10
    Kaffeepause
  • 10:10 – 12:30
    Workshops (Block 1)
  • 12:30 – 13:15
    Mittagspause
  • 13:15 – 16:00
    Workshops (Block 2)

Das Thema des diesjährigen Kunstpädagogischen Tages lautet In Bewegung. Die Veranstaltung ist ein praxisorientiertes Fortbildungsformat für Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare und Studierende im Fach Bildende Kunst aller Schulformen.
In mehreren Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten arbeiten die Teilnehmenden mit vielfältigen Methoden und Materialien, um Bewegung im künstlerischen Prozess sichtbar und erfahrbar zu machen. Ziel ist es, neue Impulse für einen abwechslungsreichen und zeitgemäßen Kunstunterricht zu gewinnen und in fachlichen Austausch zu kommen.

Vortrag

Saskia Riedel: Kunstvermittlung als Praxis in Bewegung

Wie können Kooperationen mit Schulen und Museen Vermittlungsprojekte antreiben und wachsen lassen?
Saskia Riedel gibt Einblicke in ihre Arbeit als Kunstvermittlerin und Gründerin von arcs audio.

Workshop 1

Valérie Minelli: Bewegung im Comic mit Sketchbook

In diesem praxisorientierten Workshop lernen Sie, wie Sie mit der App "Sketchbook" eigne Comics zeichnen können. Ob für den Unterricht oder private Projekte – wir entdecken gemeinsam die Welt der digitalen Illustration. Sie erhalten eine Einführung in die wichtigsten Werkzeuge. Schritt für Schritt übertragen Sie Ihre analogen Skizzen in ansprechende digitale Comics und erfahren, wie Sie Farbprofile (RGB und CMYK) und die richtige DPI-Zahl für verschiedene Ausgabeformate einsetzen.

Außerdem lernen Sie, Textelemente gekonnt zu integrieren, um Ihren Comics noch mehr Ausdruck zu verleihen. Wir widmen uns zudem dem Thema „in Bewegung“. Wie kann ich Bewegung einfach ausdrücken? Wie kann man Figuren so stilisieren, dass es klar erkennbar ist, welche Bewegung sie ausführen? Wie wichtig sind sogenannte „Bewegungslinien“? „Ich kann nur Strichmännchen zeichnen! Damit kann man nicht viel anfangen.“ FALSCH! Auch Strichmännchen können sich bewegen. Das alles werden Sie erlernen und danach gekonnt einsetzen können. Am Ende des Workshops hat jede teilnehmende Person einen eigenen 4-Panel Comic-Strip erstellt – bereit für den digitalen Einsatz oder zum Ausdrucken!

Valérie Minelli ist eine luxemburgische Illustratorin und Comiczeichnerin, bekannt für ihren international erfolgreichen Webcomic Mrs.Frollein. Ihre Kunst handelt oft von den Schwierigkeiten des Künstler:innendaseins, von Nostalgie und den kleinen Tücken des Lebens. Manchmal lustig, manchmal bittersüß, aber immer “relatable”- ihre Arbeit erreicht ein weltweites Publikum. Ihre Werke erschienen bereits in mehreren Büchern, sowohl bei deutschen als auch amerikanischen Verlagen. Zuletzt erregte sie Aufmerksamkeit durch die Gestaltung der Open Air-Galerie des Musikfestivals Lollapalooza Berlin 2025, bei der rund um das Berliner Olympiastadion 39 Banner mit ihren Illustrationen gehängt wurden.

  • Teilnehmer*innenzahl: 10–12
  • Benötigte Materialien: Zeichentablett plus Stift, Papier (Kopier-/Druckerpapier oder Ähnliches), Zeichenwerkzeuge (Stifte, Radierer, oder anderes bevorzugtes Werkzeug)
  • ACHTUNG: Die App "Sketchbook" muss im Vorfeld heruntergeladen werden!

Workshop 2

Jan Gruse: Modularer Hochdruck mit neuen Materialien

Wir wollen einen Blick über den Tellerrand der etablierten Materialien Linol und Holz werfen und Alternativen für den Hochdruck erproben. Dabei rückt das Thema Bewegung in den Fokus: Linien, Formen, Ornamente oder Strukturen können dabei im Druck ihren Ausdruck finden.

Wir arbeiten mit verschiedenen Druckstöcken im Kleinformat, die sich wie in einem Mosaik oder einer Collage zu größeren, gemeinschaftlichen Drucken zusammensetzen lassen. So entstehen Bilder, die Bewegung nicht nur im Motiv, sondern auch im Prozess sichtbar machen.
Nach einer kurzen Theorie- und Werkstatteinführung werden die traditionellen Wege verlassen, experimentelle Motive zum Thema Bewegung entwickelt und gemeinschaftlich gedruckt. Es stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, gerne können aber auch eigene Materialien zum Testen mitgebracht werden.
Jan Felix Gruse ist nach seinem Bachelor der Museumswissenschaften und Kunstpädagogik ursprünglich an die HBKsaar gekommen, um seinen Master im Bereich Museumspädagogik zu absolvieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss ist er geblieben, um sich mit einem Zweitstudium im Fach Kommunikationsdesign weiterhin der Grafik in all ihren Formen zu widmen. Seit 2024 lehrt er am Lehrstuhl für Kunstpädagogik in Würzburg die Techniken des Hochdrucks. Sein Schaffen bewegt sich zwischen den Polen Museen und Vermittlung sowie Design und Illustration.

  • Teilnehmendenzahl: 8–12
  • Benötigte Materialien: Zeichenwerkzeuge (Bleistifte, Radierer etc.), Skizzenpapier/Skizzenbuch und ggf. erste Motivideen, geeignete Kleidung für die Druckwerkstatt (Farbflecken sind nie ganz zu vermeiden, daher gerne auf helle und weite Kleidung verzichten)

Workshop 3

Hanna-Sophie Schäfer: Performance: Step across the canva. Bilder in Bewegung

Erwecke die Leinwand zum Leben. Verkörpere, verändere, verstehe den Bildraum und seine Figuren. Wir schreiten über den Bildrand und experimentieren mit performativen Bildzugängen.

Hannah-Sofie Schäfer (geb. 1995 Neunkirchen (Saar)) unterrichtet Bildende Kunst, Deutsch und Darstellendes Spiel. Seit 2025 ist sie die künstlerische Leitung im Theater im Viertel. In ihrer künstlerischen Praxis steht sie mit Performances und Lesungen zu den Themen körperlicher und mentaler Heilprozess auf der Bühne.

  • max. Anzahl 10
  • bequeme Kleidung
  • kein Vorwissen notwendig - Menschen ohne Bühnenerfahrung besonders erwünscht

Workshop 4

Ingo Wendt: Lichtkunst und kinetische Objekte – Bewegung und Projektion

Wie kann man mit einfachen technischen Mitteln auch im schulischen Kontext Lichtkunst entstehen lassen? Wir arbeiten in diesem Workshop mit dem Prinzip der Zentralprojektionen, ohne Optik, nur mit einer Lichtquelle. Dazu werden Ikea Schwanenhalsleuchten "Jansjö" vorhanden sein. Mit diesen lassen sich Bilder von etwa 2 m Durchmesser realisieren.

Farbfolien, Draht, Klebeband, Drehteller, Motoren, Ventilatoren, Werkzeug und verschiedene andere Materialien werden gestellt, um damit Arrangements entstehen zu lassen. Es können auch spontan gewählte Fundstücke oder mitgebrachte Objekte verwendet werden, wenn sie vielversprechend für eine Abbildung erscheinen. Auch der spielerische Umgang mit dem Overhead Projektor zur Erzeugung dynamischer Licht-Schatten-Spiele kann erprobt werden.

Die Ergebnisse werden am Ende der Veranstaltung für alle Teilnehmenden vorgestellt.
Ingo Wendts Schwerpunkte sind Kunst mit Licht, Kunst am Bau und kinetische Objekte. Er ist künstlerisch wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Media Art und Design und Leiter des Lichtlabors, an der HBKsaar seit 2011. Website: www.ingo-wendt.de

  • Teilnehmendenzahl: 10–12 (maximal aber 15 Personen)

Workshop 5

Sabine Peifer: Stop-Motion

Der Workshop bietet einen Einblick in die Animationstechnik Stop-Motion, welche analoge und digitale Gestaltungsprozesse miteinander verbindet. Die Teilnehmenden begegnen einem breiten Spektrum an Ausdrucksformen und setzen eigene Filmideen gestaltend um.

  • Voraussetzungen für die Teilnahme: Grundkenntnisse im Umgang mit Tablet / Smartphone (App-Download, Foto-Funktion, einfache Bearbeitung),
    Interesse an medienpädagogischen Fragestellungen
  • Mitzubringen: eigene digitale mobile Medien wie Tablet oder Smartphone
    Stop-Motion-App, bspw. Stop Motion Studio
    Materialien zum Animieren: Knete, Alltagsgegenstände, Figuren, Papier, Stifte, Schere etc.
    evtl. Tablet- / Smartphone-Stativ

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