Gabriel Vormstein


Malerei




Studiengang

Freie Kunst

Sommersemester 2014 

Freie Kunst/Malerei

 

Gabriel Vormstein ist 1974 in Konstanz geboren, lebt und arbeitet seit 2001 in Berlin. Seine Arbeiten thematisieren auf vielschichtige Weise das Motiv der Vergänglichkeit. Er verwendet vorwiegend Zeitungspapier als Malgrund oder kombiniert gefundene Baumäste zu Installationen. Die Ästhetik der gesuchten Materialien ist von den Spuren der Zeit gekennzeichnet und spielt auf inhaltliche Bezüge der Arbeiten an. Das material- und funktionsspezifische Verhalten von Zeitungspapier ist durch einen schnellen Verfall gekennzeichnet. In Vormsteins Arbeiten bleibt es Index eines bereits vergangenen Tagesgeschehen und wird gleichzeitig durch seine “neue” Präsenz als Kunstwerk zweckentfremdet. Gesteigert durch verschiedene adaptierte Stile und Symbole verweist ebenfalls die Malerei auf das Verschwinden und Entstehen von kunsthistorischen und kulturellen Zeitströmungen. Auf diese Weise haftet die Vergangenheit der Gegenwart buchstäblich an. Seine Entscheidung mit „armen“ Materialien zu arbeiten untergräbt die in der westlichen Kultur vorherrschende Vorstellung der Konservierung eines Kunstwerks auf dauerhafte Präsenz und die damit einhergehende Definition von hoher Kunst. 

Einzelausstellungen: Mewo Kunsthalle Memmingen; Meyer Riegger, Berlin; Casey Kaplan New York, Monique Meloche, Chicago; Artpace, San Antonio; Patricia Low, Gstaad; The Breeder, Athen; Meyer Riegger Karlsruhe

Gruppenausstellungen: „Corridor Plateau V“ Autocenter, Berlin;  „Grid´s world“ Locust projects Miami, „Intensif-station“ K21, Düsseldorf; „Made in Germany“, Sprengel Museum, Hannover; „Of mice and men“, 4. Berlin Biennale; „William Blake & sons“, Glucksman gallery Cork;“Deutschland sucht”, Kunstverein Köln; “Cirles 5, Montana Sacra”, ZKM; Karlsruhe