WINTERNEBEL


Ein dokumentarischer Experimentalfilm über die Luftverschmutzung in der Hauptstadt der Mongolei und deren Folgen
SS 2014

Studierende

Vanchinjav Sanchirchimeg


Projektbetreuung

Prof. Sung-Hyung Cho


Studiengänge

Media Art & Design


Richtung

Film/Video


Projektart

Diplom

Vanchinjav Sanchirchimeg: WINTERNEBEL, Diplom 2014

Die letzten Jahre waren für die mongolische Landbevölkerung, die Nomaden, sehr hart. Im Sommer blieb der Regen aus. 2009 und 2010 waren die kältesten Winter seit drei Dekaden. Die Temperatur fiel auf bis zu minus 58 Grad Celsius und es starben ca. drei Millionen Nutztiere. Da das Vieh die Lebensgrundlage der Nomaden ist, waren viele dazu gezwungen, in die Hauptstadt Ulan Bator umzusiedeln. Die Nomaden kommen mit ihren Jurten in die Stadt und bauen diese am Stadtrand auf. Diese Ortsteile nennt man Jurtenviertel. Um die eisigen Winter mit bis zu minus 40 Grad Celsius zu überleben, heizen sie die Jurten hauptsächlich mit Kohle, manchmal auch mit brennbarem Müll, was den schwarzen Rauch produziert, der die Stadt bedeckt. Der giftige Rauch ist teilweise so dicht, dass man keine 20 Meter weit sehen kann. Die Landflucht nimmt von Jahr zu Jahr zu, und die sogenannten Jurtenviertel wachsen unkontrolliert. Viele der ursprünglichen und wohlhabenderen Stadtbewohner fliehen im Winter aufs Land oder ins Ausland, um dem Rauch zu entgehen. Landflucht führt zu Stadtflucht.

 

Synopsis

Man sieht eine sehr dicht benebelte Stadt auf einem Bild. Man sieht, dass es Winter ist. Es fällt mir schwer, dass dieses Bild, dass als ein ganz normaler trauriger, grauer Tag in den Augen der Europäer erscheint, leider keinen Nebel, sondern Rauch zeigt. Was passiert dort?  

 

Die Struktur

Der Film besteht aus zwei Teilen, die sich immer wieder abwechseln. Der eine Teil setzt sich aus surrealen Filmszenen zusammen, welche das Thema in symbolhafter Art und Weise widerspiegeln und das Skelett, die Struktur des Films bildet. Der andere Teil wird aus dokumentarischen Aufnahmen des winterlichen Ulan Bator und deren Bewohnern bestehen.

 

Der Film besteht aus Kapiteln:

1. Das Heim.
Ein Portrait von Ulan Bator.

2. Der Nebel!
Hier wird gezeigt, dass der Nebel kein Nebel, sondern Rauch ist und woher das kommt und was die Regierung dagegen unternimmt.

3. Der Wind und die Zugvögel.
Hier werden 8 Interviewte vorgestellt, die jeder eine Bedeutung bzgl. der Ursachen und Folgen des Rauchs haben.

 

Eine Dramaturgie ist in dem Film sparsam vorhanden: Die Zuschauer werden in Richtung Ende des Films immer mehr Information bekommen.

Drehzeit: 02.12.2013 - 19.01.2014
Drehort: Ulan-Bator, Terelj National Park, Orgon Sum; Mongolei
Postproduktion: Saarbrücken, Deutschland
Länge: 47:30
Genre: Dokumentarischer Experimentalfilm