Geschichte des Bildes



WS 2020/21

Veranstaltungsart

Theorie Seminar – Vorlesung – 8 ECTS
Theorie Seminar – Vorlesung – 4 ECTS

ECTS

8 ECTS
4 ECTS


Leistungskontrolle

Referat/Hausarbeit/Klausur, Anwesenheitspflicht


Beschreibung

Mit der Ausbreitung der christlichen Religion werden die antiken Bildvorstellungen einem formalen und inhaltlichen Wandel unterworfen. Das eschatologische Dogma des Christentums bestimmt die Gestaltung der heiligen Räume und die Erscheinung des Bildes. In Abgrenzung zum antiken Kultbild und zur antiken Kultstätte sucht die neue Religion nach eigenständigen und adäquaten künstlerischen Formen, sodass die spezifisch christlichen Bildformulierungen und ikonografischen Typen, die bis ins 19. Jahrhundert hinein wirksam sind, in der mittelalterlichen Kunst entwickelt werden.

Bis zum heutigen Tag sind bestimmte Arten von Bildern, besonders in religiösen Praktiken, keineswegs „nur“ Kunstwerke. Die besondere Aura solcher Bilder und die ihnen zugeschriebene Wirkmacht beruht auf einem spezifischen Kontext materieller, ästhetischer und performativer Art, der sie erfahrbar macht.

Die mit der italienischen Renaissance einsetzende Synthese von christlichem Inhalt und antiker Form eröffnet dem Bild neue Perspektiven, die in den folgenden Jahrhunderten sowohl in der sakralen als auch in der profanen Kunst entfaltet werden und die weiterhin bis in die Bilder unserer Alltagskultur wirksam sind.

Das Seminar gibt anhand ausgewählter Themen und Werke einen Überblick zu wichtigen Positionen und Entwicklungen des Bildes vom Mittelalter bis zum Beginn der Klassischen Moderne.

Für Studierende aller Studiengänge. Als Überblicksveranstaltung auch empfohlen auch für Studienanfänger.

Das Seminar findet online, als Video-Chat, statt. Sofern wieder Präsenzveranstaltungen an der HBKsaar möglich sind, findet die Veranstaltung regulär im Seminarraum I statt.

Für Studierende, die am Seminar teilnehmen, wird ein Ordner auf Google Drive freigegeben. Um diesen Ordner zu nutzen, ist es nicht erforderlich, einen Google-Mail-Account zu haben.

Dort ist die Referatsliste einzusehen. Studierende, die ein Referat übernehmen möchten, können sich dort eintragen.

In diesem Ordner hinterlege ich für die ersten Termine ein PDF mit Abbildungen und Werkvergleichen, die wir – ähnlich wie bei der Präsenzveranstaltung – gemeinsam besprechen werden.

Referatsfolien können dort, ebenfalls als PDF, hinterlegt werden, sodass alle Seminarteilnehmer*innen Zugang zur Information haben. Die hier abgelegten Unterlagen sind zur Ansicht verfügbar, aber nicht für den Download freigegeben.

Teilnehmer*innen erhalten vor den einzelnen Terminen an ihre Mailadresse eine Einladung mit Link zur Teilnahme.

Sie benötigen einen stabilen Internetzugang und einen Computer mit Mikrofon und ggf. Kamera.

 

Weitere Informationen erhalten die Seminarteilnehmer*innen per Mail.

 

Als einführende Literatur in die Thematik empfehle ich:

  • Hans Beltig: Bild und Kult, München 1990
  • Gernot Böhme: Theorie des Bildes, München 1990
  • Wolfgang Brassat, Hubertus Kohle: Methoden-Reader Kunstgeschichte, Köln 2003
  • Wolfgang Braunfels: Kleine italienische Kunstgeschichte, Köln 1984
  • Ernst H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst, Stuttgart und Zürich 1977
  • Rose-Marie und Rainer Hagen: Meisterwerke europäischer Kunst, Köln 1997
  • Kristin Marek, Martin Schulz (Hg.): Kanon Kunstgeschichte, Paderborn 2015
  • Paul von Naredi-Rainer: Hauptwerke der Kunstgeschichtsschreibung, Stuttgart 2010