Fear of Poetry III


Die Ausstellung
SS 2021

Online-Veranstaltung

Tool: zoom


Termine

Startdatum: 12.04.2021
Enddatum: 30.09.2021
Die Termine für die Veranstaltung werden per Email kommuniziert, die Ausstellung ist für den Spätsommer geplant.


Lehrende*r

Max Grau

Verantwortliche*r Professor*in

Prof. Eric Lanz



Maximale Anzahl Teilnehmer*innen

keine Teilnahmebeschränkung


Anmeldeverfahren



Veranstaltungsart

Fachpraxis

ECTS

4 ECTS


Leistungskontrolle

Vorlage und Präsentation von Projektergebnissen


Beschreibung

Im Wintersemester haben wir vor allem Tagebuch geschrieben. Das war naheliegend: es war Winter und es war wieder (immer noch) Krise, Einsamkeit, Lockdown. In ›Über sich selbst schreiben‹ (1983) formuliert Michel Foucault das Verhältnis von Tagebuch und Einsamkeit folgendermaßen: »Über sich selbst schreiben […] hilft gegen die Gefahren der Einsamkeit; es setzt das eigene Tun und Denken einem möglichen Blick aus. Die Pflicht, über sich selbst zu schreiben, übernimmt die Rolle des Gefährten, sie sorgt für menschlichen Respekt und Scham. So lässt sich eine Analogie herstellen: Was für den in Gemeinschaft lebenden Asketen die anderen sind, das ist für den allein Lebenden das Tagebuch«

Im Sommersemester wollen wir ausgehend von diesem Tagebuch-Material eine Ausstellung für die Räume der Bismarckstraße 60 entwickeln. Das wirft Fragen auf: Wie werden Texte zu Kunst? Wie kommen sie aus unseren Notizbüchern (von unseren Festplatten) in den Raum? Wie geht man mit diesem sehr privaten Material überhaupt um? Wie oder wo wird es relevant? Und muss es das überhaupt? Das sind nur einige Fragen, mit denen wir uns dieses Semester beschäftigen werden, um dann im Spätsommer hoffentlich eine Ausstellung eröffnen zu können. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Das Ausstellungsprojekt baut zwar auf der Arbeit im Wintersemester auf, steht grundsätzlich aber auch Studierenden offen, die nicht an den vorangegangenen Veranstaltungen teilgenommen haben. Schreibt mir in diesem Fall bitte eine Email, in dem ihr skizziert wie ihr euch eine Ausstellungsbeteiligung vorstellt. Das kann eine existierende Arbeit, ein Arbeitsansatz oder auch eine spezifische Ahnung sein. Es sollte irgendeine Form von Interesse an Text-basiertem Arbeiten, auto-ethnografischen Ansätzen und/oder Krisenhaftigkeit bestehen. 

Die Termine für die Veranstaltung werden per Email kommuniziert und finden zunächst via Zoom statt.

Max Grau (*1988) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Freie Kunst an der HBK Saar, der Kunsthochschule Berlin Weißensee und am Art Center College Pasadena. Seine Arbeit bedient sich unterschiedlichster Medien wie Video, Performance, Text und Installation.