Die Kunst der Komik und ihre Wirkmechanismen



SS 2025

Termine

Startdatum: 07.04.2025
Enddatum: 14.07.2025
Montag: 19:00 - 23:00
Am 05.05., 12.05,, 19.05, 02.06., 30.06., 7.07. im Kino achteinhalb und an anderen Tagen im Filmatelier (Mainzerstrasse 52)


Veranstaltungsort

Atelier Prof. Cho
Kino achteinhalb, Nauwieserstr. 19
66111 Saarbrücken


Maximale Anzahl Teilnehmer*innen

keine Teilnahmebeschränkung


Anmeldeverfahren



Veranstaltungsart

Atelierprojekt Atelierprojekt kurz Fachpraxis Fachpraxis kurz

ECTS

8 ECTS
16 ECTS
4 ECTS
2 ECTS


Leistungskontrolle

Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen, Anwesenheitspflicht


Beschreibung

Was bringt uns zum Lachen? Warum lachen wir – aus Überlegenheit, Schadenfreude, Empathie, Mitgefühl oder gar subversiver Revolte? Lachen ist ein komplexes, vielfach unterschätztes Phänomen, das tief in unserer menschlichen Natur verankert ist. Doch was genau macht Humor aus? Ist er wirklich nur Geschmackssache oder kulturell geprägt, oder gibt es universelle, übergreifende Prinzipien des Komischen, die uns alle zum Lachen bringen?

In diesem Seminar gehen wir der Frage auf den Grund, was Humor ausmacht und welche Mechanismen dem Lachen zugrunde liegen. Wir hinterfragen, ob es tatsächlich universelle Prinzipien der Komik gibt – die uns über alle Zeiten und Kulturen hinweg zum Lachen bringen – oder ob Humor stark vom kulturellen Kontext und individuellen Geschmack abhängt. Welche sozialen, psychologischen und philosophischen Faktoren beeinflussen unser Verständnis von Humor? Und wie können wir diese Prinzipien in der Kunst des Filmens anwenden, um das Publikum zu bewegen und zum Lachen zu bringen?

Unser Fokus liegt weniger auf psychoanalytischen Theorien von Freud oder Lacan, sondern auf den philosophischen Überlegungen von Henri Bergson, der Humor als eine Art soziale Beobachtung verstand, und den filmspezifischen Mechanismen des Komischen. Wir werden untersuchen, wie humoristische Techniken im Film eingesetzt werden, von der körperlichen Komik bis zu subtilen Dialogen, und wie die Filmgeschichte diese Techniken weiterentwickelt hat.

Wir werden uns nicht nur mit klassischen und modernen Filmkomödien auseinandersetzen, sondern auch die Frage stellen, wie das Komische als Subversion von Normen und als katalytisches Element in der Erzählkunst funktioniert. Welche Rolle spielt Humor in sozialen und politischen Kontexten? Welche filmischen Mittel sind besonders effektiv, um das Publikum zum Lachen zu bringen, ohne den Humor zu „erklären“?

Das Seminar bietet eine Mischung aus theoretischen Reflexionen, praktischen Analysen und kreativen Übungen, die es den Studierenden ermöglichen, die Prinzipien des Komischen nicht nur zu verstehen, sondern sie auch selbst anzuwenden – sowohl im Film als auch im Alltag. 

Ablauf des Seminars:
19:00 Uhr: Einführung und Filmsichtung abwechselnd im Kino achteinhalb oder im Filmatelier.
Nach der Sichtung: Diskussion über die Mechanismen des Komischen, insbesondere anhand der Theorien von Henri Bergson.

Die Kinotermine sind: 05.05., 12.05,, 19.05, 02.06., 30.06., 07.07.. An anderem Montagen findet die Veranstaltung im Filmatelier statt. Der Kinoeintritt für die teilnehmende Studierenden ist frei. 

 

Ergebnis:
Am Ende des Semesters entwickelt und realisiert jeder Teilnehmerin eine eigene Idee, die uns – hoffentlich – zum Lachen bringt!

Dieses Seminar verbindet Theorie mit unmittelbarer praktischer Anwendung. Also: Let’s laugh and learn!

Buster Keaton Filme: Buster und die Polizei (1920)
Der große Diktator von Chaplin (1940)
Viktor und Viktoria (1933, 1957 oder 1982)
Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch (1942)
Some Like it Hot von Billy Wilder (1959)
Air Plane (1980)
Das Leben des Brian (1979)
Der Sinn des Lebens von Monty Python (1983) 
Little Miss Sunshine (2006)
Mrs Doubtfire (1993)
Der Mann ohne Vergangenheit (2002)
Borat! Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan (2006)


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