Das Atelier


(kein Projekt)
WS 2021/22

Termine

Startdatum: 18.10.2021
Enddatum: 09.02.2022
Arbeitsgruppen im hbk-Atelier: 2-wöchentlich jeweils Mo 10-13 h/13:30-18 h, Di + Mi 8:30-13 h/13:30-18 h. KünstlerInnenvorträge/-Diskussion online 2-wöchentlich jeweils Montag 17- 20 h. Einzelgespräche online Mo 8:30 - 13 h, Di 8:30-13 h


Lehrveranstaltung
geeignet für

Studiengänge

Master Freie Kunst
Freie Kunst
Kunsterziehung


Veranstaltungsort

Atelier Prof. Hinsberg


Maximale Anzahl Teilnehmer*innen

keine Teilnahmebeschränkung


Anmeldeverfahren



Veranstaltungsart

Atelierprojekt
Atelierprojekt kurz
Fachpraxis
Fachpraxis kurz
Fachpraxis Zeichnen

ECTS

8 ECTS
16 ECTS
4 ECTS
2 ECTS


Leistungskontrolle

Vorlage und Präsentation von Projektergebnissen, Anwesenheitspflicht


Beschreibung

Mein Studium war in den Phasen am intensivsten, die nur wenig nach ihren Zielen fragten: Wir haben nur täglich, von morgens bis zum Nachmittag, im Atelier gemalt. Die Sache schien so klar, als ginge es jeweils nur um dieses eine Bild, das dort über Stunden, Tage oder Wochen entstand, mit Fragen nach Farben, räumlicher Anordnung, Farbauftrag, Strich und danach, wie wir unterdessen unsere Lebenswelten (Paprika auf Fensterbrett) in unsere Bilder sortieren. Diskussionen um Konzepte, Kontexte und Diskurse gab es keine. Mit den Jahren wuchs die Liebe zum Terpentingeruch, das eigene malerische Sprachvermögen und der eher verzweifelte Wunsch, Bilder zu machen und sich gleichzeitig aus der Sinnlosigkeit dieses Tuns zu lösen. Nichts hat sich gelöst, aber das fortgesetzte Tun hat geholfen, die Zweifel erfolgreich auszuhalten und in Formen zu bringen.

Ich finde, das künstlerische Tun ist kein Projekt, sondern das selbstbestimmte ununterbrochene Arbeiten. Es hat alle Zeit und braucht diese auch, wenn es sich nach dem Studium fortsetzen soll. Anders wird, aus meiner Sicht, keine und keiner zur Künstlerin, zum Künstler. Erfahrungen entstehen in der Praxis nur mit der Zeit, sie können ermöglicht und begleitet, aber nicht vermittelt werden. Das Studium der Malerei oder Zeichnung ist daher keine Akkumulation von Semesterprojekten und ects, sondern eine andauernde Übung, die sich in alle Richtungen und Diskurse ausdehnen kann.

Das Atelier ist dabei der zentrale Ort: Werkstatt, Labor, Lager, Ausstellungsraum … und idealerweise hat jede/r Studierende hier einen Arbeitsplatz, der voraussetzungslos genutzt werden kann. Daraus entsteht auch eine gemeinsame Situation des Tuns, im Austausch, Zeigen und Machen.

Nach den letzten Semestern, in denen unsere Bilder nur Bildschirme waren, müssen wir die Praxis, das persönliche Sehen und Sprechen wieder aufnehmen. In diesem Semester werden die Arbeitsbesprechungen, in kleinen Gruppen von 2-3 Studierenden, vor Ort stattfinden, zweiwöchentlich, jeweils von Montags-Mittwochs. Termine können online gebucht werden (Link über Katharina Hinsberg)

Online finden montags, im zweiwöchentlichen Rhythmus, 17 -20 Uhr, Gespräche mit Künstler*innen statt, die von jeweils 2-3 Studierenden vorbereitet werden. Es wird dabei um die jeweiligen künstlerischen Arbeiten gehen, aber auch um Fragen und Strategien des künstlerischen Lebens.