Der 7. Sinn
Sinnliche Zeichenerfahrungen
SS 2026
Termine
Startdatum: 09.04.2026
Enddatum: 16.07.2026
Donnerstag: 09:00 - 13:00
Lehrende*r
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Media Art & Design
Produktdesign
Veranstaltungsort
Dependance Völklingen
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
12
Anmeldeverfahren
Anmeldeinformationen sind ab 09.03.2026 09:00 einsehbar.
Veranstaltungsart
Fachpraxis Zeichnen
ECTS
2 ECTS
Leistungskontrolle
Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Beschreibung
Zu Beginn jedes Termins nähern wir uns im gemeinsamen Gespräch den Begrifflichkeiten der Sinne. Wie definieren wir die klassischen
Sinne – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Wahrnehmen und Bewegen?
Welche Bedeutung haben sie für unsere künstlerische Praxis, und wie greifen sie ineinander?
Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen, die sich in ihrer Arbeit intensiv mit sinnlicher
Wahrnehmung auseinandersetzen. Gemeinsam recherchieren und reflektieren wir: Was kommt mir in den Sinn, wenn ich etwas sehe, fühle,
rieche, schmecke oder höre? Welche inneren Bilder, Erinnerungen oder Empfindungen werden ausgelöst?
Bereits Wassily Kandinsky sprach von Synästhesie, indem er musikalischen Klängen bestimmte Farben zuordnete. Sinneseindrücke können sich überlagern und miteinander verschmelzen: Geräusche werden sichtbar, Farben hörbar, Gerüche und Geschmack lassen sich installativ oder zeichnerisch erfahrbar machen. Beim Betrachten einer Zeichnung können sich imaginär sogar Geruchs- oder Geschmackserinnerungen einstellen – in unserer Vorstellung werden sie lebendig
und beinahe real. Wahrnehmen und Erinnern verbinden sich zu vielschichtigen Sinneseindrücken und eröffnen neue Erfahrungsräume. Der Zeichenprozess
wird dabei zum Medium sinnlicher Forschung.
Praktische Übungen begleiten diesen Prozess, darunter:
- Zeichnen zu Musik
- Blindes Ertasten von Formen und Texturen mit anschließender zeichnerischer Umsetzung
- Zeichnen im Museum (Moderne Galerie des Saarlandmuseums)
- Zeichnen während der Ballettproben im Saarländischen Staatstheater