K.I.: Die neue Muse oder der Dieb der Träume?
K.I. – Unser Alptraum!?
SS 2026
Termine
Startdatum: 14.04.2026
Enddatum: 14.07.2026
Dienstag: 16:00 - 18:00
wöchentlich
Lehrende*r
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Master Experimental Media
Master Media Art & Design
Media Art & Design
Lehrveranstaltung
auch geöffnet für
Studiengänge
Kunsterziehung
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Public Art/Public Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
10
Anmeldeverfahren
Anmeldeinformationen sind ab 09.03.2026 09:00 einsehbar.
Veranstaltungsart
Atelierprojekt
Atelierprojekt kurz
Fachpraxis
Fachpraxis kurz
ECTS
2 ECTS
4 ECTS
8 ECTS
16 ECTS
Leistungskontrolle
Anwesenheitspflicht, Referat/Hausarbeit/Klausur, Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Beschreibung
Ein Labor für technologische Empathie und kreative Revolte
Die technologische Revolution der Künstlichen Intelligenz löst bei vielen Kunstschaffenden Unbehagen, ja sogar existenzielle Angst aus. Werden unsere handwerklichen Fähigkeiten obsolet? Verlieren wir die Hoheit über unsere Bilder und Geschichten?
Dieses Seminar ist kein Werbeblock für Silicon-Valley-Produkte, sondern ein kritisches Labor. Wir begegnen der K.I. nicht als passive Nutzer:innen, sondern als experimentelle Forscher:innen. Ziel ist es, die Wesenszüge dieser neuen Technik so tiefgreifend kennenzulernen, dass Berührungsängste einer fundierten künstlerischen Haltung weichen. K.I. macht vieles obsolet – aber sie ermöglicht uns Dinge, von denen wir nie zu träumen wagten, in einer Geschwindigkeit, die einen schwindlig macht. Wir wollen nicht verbittert zusehen, wie wir abgehängt werden, sondern die Souveränität über das Werkzeug zurückgewinnen.
Das kollektive Forschungslabor
Dieses Seminar ist kein klassischer Frontalunterricht. Da sich die Technik in einer Geschwindigkeit entwickelt, die uns alle fordert, versteht sich der Kurs als gemeinsames Forschungsfeld. Wir alle packen an, experimentieren und scheitern zusammen. Von jeder und jedem Einzelnen wird erwartet, dass eigene Entdeckungen, Workflows und Prompts aktiv mit der Gruppe geteilt werden. Wir lernen voneinander, um gemeinsam die Kontrolle über die Maschine zu gewinnen.
Inhalte des Labors
-
Der Status Quo: Was ist möglich? Wir unterziehen die aktuelle K.I.-Landschaft einem allgemeinen Check-up. Wir sondieren das Feld der Möglichkeiten in Text, Bild und Video und testen, was heute bereits „Magic“ ist und wo die Technik noch stolpert.
-
Historischer Kontext: Die zweite industrielle Revolution. Wir setzen die Entwicklung der K.I. in den Kontext der Geschichte. Wie die Dampfmaschine die Muskelkraft ersetzte und die Fotografie das Auge „maschinisierte“, so algorithmisiert die K.I. nun das Denken. Wir untersuchen diese Parallelen, um die Gegenwart besser zu verstehen.
-
Demystifizierung: Wie „denkt“ eine K.I. wirklich? Wir blicken unter die Haube von Large Language Models (LLMs) und Bildgeneratoren, um zu verstehen, dass es sich um Werkzeuge handelt, nicht um Hexerei: ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity u.v.m.
-
Co-Creation statt Ersetzung: Wir untersuchen das Potenzial der K.I. als Partnerin im kreativen Prozess. Wo liegen die Grenzen der „algorithmischen Kreativität“?
-
Ethik & Autorschaft: Wem gehört der Text, wem das Bild? Wir diskutieren kritisch über Urheberrecht, Datensätze und die Verantwortung in einer synthetischen Welt.
Workshop-Finale: Facing the Nightmare
In einem abschließenden Workshop – geleitet durch Aaron Senatorov – nutzen wir die K.I., um unseren ganz persönlichen Alptraum als KI-basiertes Musikvideo zu inszenieren. Wir nutzen die Werkzeuge der Angst, um sie künstlerisch zu bändigen.
Zielsetzung
Niemand soll dieses Seminar abgehängt verlassen. Wir entwickeln die Kompetenz, K.I. entweder als mächtiges Werkzeug in unsere künstlerische DNA aufzunehmen oder sie auf Basis von Wissen – statt aus Angst – begründet abzulehnen.