(to)picture by hand


manuelle Bildbearbeitung
SS 2019

Termine

Startdatum: 09.04.2019
Enddatum: 16.07.2019
Dienstag: 14:00 - 17:00
die Veranstaltung findet (in der Regel) im 14-tägigen Rhythmus statt. Veranstaltungstermine sind: 9.4., 16.4., 30.4., 14.5., 28.5., 4.6., 18.6., 2.7. und 16.7.


Lehrende*r

Prof. Ralf Werner


Veranstaltungsort

Grundlagenatelier


Maximale Anzahl Teilnehmer

15


Anmeldeverfahren



Veranstaltungsart

Atelierprojekt kurz

ECTS

8 ECTS


Leistungskontrolle

Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen


Beschreibung

In diesem Atelierprojekt arbeiten wir mit fotografischen Bildern. Dem Medium der (analogen) Fotografie liegt traditionell die Behauptung einer wahrheitsgetreuen Abbildung der Realität zugrunde, wenngleich Fotografen seit jeher ihre Bilder manipuliert haben: Das fängt schon bei der Wahl des Bildauschnittes an, geht über die photochemische Bearbeitung im Labor bis zur Montage oder Retusche des fertigen Bildes. Die digitale Fotografie hat nun die Möglichkeiten der Bildmanipulation beinahe ins Unendliche erweitert:  Manche Werkzeuge der digitalen Bildbearbeitung simulieren traditionelle, analoge Fotografie- oder Labortechniken, andere hingegen sind davon völlig losgelöst und zielen auf eine vollständige Neuschöpfung von  (virtuellen) Bildrealitäten. Auf diese Weise ermöglichen Softwares zur Bildbearbeitung Eingriffe in die Bildwirklichkeit, die für einen Betrachter in ihrer Entstehungsweise kaum noch nachzuvollziehen, oder überhaupt nicht mehr erkennbar sind.

In diesem Atelierprojekt werden wir den entgegengesetzten Weg einschlagen: Wir erproben und entwickeln Methoden der manuellen Bildbearbeitung, die die Spuren dieser Manipulationen ganz offen zu erkennen geben. Fotografische Bilder sind, sobald sie an einen Träger gebunden sind immer auch „Material“, und mit diesem Material wollen wir umgehen. „picture by hand“ lässt sich so als Aufforderung verstehen, fotografisches Material direkt und mit den eigenen Händen umzuformen. (to picture = beschreiben, abbilden, darstellen) 

Unsere manuellen Eingriffe in das Bildmaterial legen sich wie ein „Filter“ über die ursprüngliche Bildinformation. Gezielte Interventionen können diese übersteigern, oder aber völlig revidieren. Bildpartien können mit Strukturen überlagert oder ausradiert werden. Durch Schneiden, Knicken, Flechten oder Schleifen wird dem Bildträger Sichtbarkeit und Bedeutung verliehen, und eine Realität „hinter“ den Bildern kann zum Vorschein kommen.

Dieses Atelierprojekt ist die Fortsetzung des gleichnamigen Projektes vom SS 2018, es steht allen Interessierten offen.Eine Präsentation am Ende des Semesters schließt das Projekt ab, darüberhinaus wird eine Publikation die Arbeiten aus beiden Jahren dokumentieren.