TYPE UNDER PRESSURE
Gestaltung im Ausnahmezustand
SS 2026
Termine
Startdatum: 09.04.2026
Enddatum: 16.07.2026
Donnerstag: 10:00 - 12:00
Lehrende*r
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Kulturmanagement–Kooperationsstudiengang mit htw saar und HfM Saar
Master Kuratieren und Ausstellungswesen
Master Media Art & Design
Master Museumspädagogik
Master Produktdesign
Master Public Art/Public Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Lehrveranstaltung
auch geöffnet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Kulturmanagement–Kooperationsstudiengang mit htw saar und HfM Saar
Master Kuratieren und Ausstellungswesen
Master Media Art & Design
Master Museumspädagogik
Master Produktdesign
Master Public Art/Public Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Veranstaltungsort
Atelier Prof. Hausig
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
keine Teilnahmebeschränkung
Anmeldeverfahren
Anmeldeinformationen sind ab 09.03.2026 09:00 einsehbar.
Veranstaltungsart
Fachpraxis
ECTS
2 ECTS
4 ECTS
Leistungskontrolle
Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Beschreibung
This course is also offered in English. International students are very welcome.
Kursbeschreibung
Der Kurs beschäftigt sich mit Typografie als gestalterischer Reaktion auf gesellschaftliche Gegenwart. Im Fokus stehen animierte Schrift, Projektion im Raum, Printmedien und textbasierte Installationen – und die Frage, wie visuelle Kommunikation auf komplexe Themen antworten kann, ohne sie zu vereinfachen. Anhand von Beispielen aus Kunst, Design und Medien entwickelst du ein eigenes Projekt mit einer klar erkennbaren gestalterischen Position.
Warum überhaupt?
Krisen sind kein Hintergrundgeräusch mehr. Sie sind der Ton, in dem wir denken, kommunizieren, gestalten. Politische Polarisierung, Klimakatastrophen, Kriege, mediale Dauererregung – Gestaltung entsteht heute unter Druck. Die Frage ist nicht ob, sondern wie sie darauf antwortet.
Dieser Kurs versteht Typografie als Haltung. Nicht als Illustration von Inhalten, nicht als moralisches Statement – sondern als eigenständige gestalterische Reaktion auf gesellschaftliche und persönliche Ausnahmezustände. Wie verhält sich Schrift, wenn Worte zu Warnsignal werden? Wenn Sprache überwältigt, verschleiert, Widerstand organisiert? Ausgangspunkt ist das Jetzt: globale Entwicklungen ebenso wie deine eigenen Erfahrungen von Druck, Angst, Ohnmacht oder Aufbegehren. Du entwickelst eine eigenständige Position – durch Recherche, Analyse sprachlicher und medialer Strategien und deren Übersetzung in visuelle Konzepte.
Praxis
Gearbeitet wird interdisziplinär: animierte Typografie, Projektion im Raum, textbasierte Installationen, experimentelle Druck- und Publikationsformate. Im Zentrum steht die Frage, was du mit deiner Gestaltung eigentlich sagen willst und wie Sprache als Material dabei helfen kann, das zu finden.
Ziele
Du schärfst deinen Blick für Typografie als gestalterisches und ästhetisches Instrument – und dafür, was Schrift leisten kann, wenn sie auf komplexe Themen trifft. Du lernst, gesellschaftliche Fragestellungen nicht abzubilden, sondern gestalterisch zu befragen: durch Bewegtbild, Projektion, Installation oder experimentelle Publikationsformate. An der Schnittstelle von Kommunikationsdesign und Medienkunst entwickelst du eine eigenständige visuelle Sprache – mithilfe von After Effects, Illustrator, Mapping-Software oder analogen Methoden. Dabei geht es nicht um fertige Antworten, sondern darum, mit Schrift eine Position einzunehmen: im Raum, in der Zeit, im gesellschaftlichen Kontext.
Ausblick
Zum Abschluss des Semesters präsentieren wir die Ergebnisse im Rahmen des Sommerrundgangs. Welche Form dafür am besten passt – Ausstellung, Projektion, Publikation oder etwas ganz anderes, entscheiden wir gemeinsam im Laufe des Semesters.