Überblick Kunstgeschichte: Bilder mit Worten.


Karikaturen, Comics, Emblembücher, Altäre
SS 2026

Termine

Startdatum: 13.04.2026
Enddatum: 13.07.2026
Montag: 11:00 - 13:00


Veranstaltungsort

Aula der HBKsaar


Maximale Anzahl Teilnehmer*innen

25


Anmeldeverfahren

Anmeldeinformationen sind ab 09.03.2026 09:00 einsehbar.


Veranstaltungsart

Theorie (Kunsttheorie) - 4 ECTS Theorie (Medientheorie) - 4 ECTS Theorie (Wahl aus dem Hochschulangebot) - 4 ECTS Theorie Seminar – Vorlesung – 8 ECTS

ECTS

4 ECTS
8 ECTS


Leistungskontrolle

Anwesenheitspflicht, Referat/Hausarbeit/Klausur


Beschreibung

Die Kunstgeschichte ist voller Bilder mit Worten. Über die Jahrhunderte änderte sich immer wieder, wie Bildsinn und Textsinn zusammenspielen. In der spätmittelalterlichen Malerei scheinen Spruchbänder so ähnlich zu funktionieren wie 800 Jahre später Sprechblasen in Comic Strips. Man kann lesen, was der Verkündigungsengel (oder Mickey Mouse) gerade sagt. In der frühen Neuzeit und im Barock verbanden sich Sinnbilder mit Sinnsprüchen zur emblematischen Erläuterung von allem: Glück, Pech, Tugend, Todsünde, wahre Liebe … Albrecht Dürer textete mitten in sein Selbstporträt, dass er sich selbst gemalt hatte. In Goyas „Caprichos“ der 1790er Jahre reiben sich Bild und Text ironisch aneinander. Auch bei Honoré Daumier und Wilhelm Busch sagt das Lesbare etwas anderes als das Sichtbare zeigt. Goya, Daumier und Busch siedelten ihre fortschrittliche Kunst nicht in der höfischen oder kirchlichen Hochkunst an, sondern in der Druckgrafik, in billig und bald massenhaft herstellbarer Gebrauchskunst. Der Zeitungs- und grafische Unterhaltungsmarkt bediente den immer größeren Bilderhunger der sich industrialisierenden Gesellschaften mit Karikaturen und Vorläufern des Comics. Sehr erfolgreiche Wegbereiter der modernen Kunst und Grafik wie Daumier und Busch litten darunter, bei all ihrer Berühmtheit nicht mit angesehener, großformatiger Hochkunst zu reüssieren. Im 20. Jahrhundert löste sich die strenge Hierarchie der Kunstformen immer weiter auf. Parallel etablierte sich der Comic Strip als weitverbreitetes alltagskulturelles Phänomen. Referatthemen: Jan van Eyck, Emblemata, Albrecht Dürer, William Hogarth, Goya, Grandville, Honoré Daumier, Wilhelm Busch, Heinrich Zille, Hannah Höch, George Grosz, Walt Disney, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Sigmar Polke, Robert Crumb, Art Spiegelman, Raymond Pettibon, Adrian Piper, Gillian Wearing und weitere.


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