

Fotos: Michael Schmitz
Was passiert, wenn generative KI Gemälde mischt – ganz ohne Textprompts?
Beim Workshop Flüssigkeit der Bilder auf der Ars Electronica hat HBKsaar-Dozent Mert Akbal (Teil der HAMLET-Serie AI is the Thing) genau diese Grenze ausgelotet.
Statt vorgefertigter Text-Prompts erforschten die Teilnehmenden den Juxtapositionsraum von Bildern – den Zustand zwischen zwei Kunstwerken, in dem sich Formen, Verdichtungen und Kompositionen stufenlos verbinden.
Im kreativen Schaffen mit KI verschiebt sich damit der Schwerpunkt grundlegend: Das statische Endbild tritt in den Hintergrund und macht Platz für den flüssigen Übergangsprozess dazwischen. Dadurch verändert sich das Zusammenspiel von Mensch und Technik nachhaltig. Die künstlerische Urheberschaft liegt nicht mehr allein bei der gestaltenden Person oder dem Algorithmus, sondern verteilt sich auf das gesamte Netzwerk aus Werkzeugen, Mitwirkenden und dem digitalen Prozess selbst. Kreativität wird von einer bloßen Zielerreichung zu einem gemeinsamen, dynamischen Entstehungsprozess.
Das Ars Electronica Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft fand vom 9.–13. September 2026 in Linz, Österreich, statt und präsentiert ein vielfältiges Kaleidoskop künstlerischer Perspektiven – mit Ausstellungen, Konzerten, Performances, Konferenzen und Workshops an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Linzer Innenstadt.
Mert Akbal ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Generative Media Art an der HBKsaar. Er lehrt und forscht in den Bereichen computergenerierte Kunst, Animation, Medienkunst, künstliche Intelligenz, virtuelle Realität und Simulationen, Kunst und Wissenschaft sowie Open-Source-Software.