zusammen – Kunst- und Designpreis der Arbeitskammer
SS 2026
Mit einer Matinee in der Galerie der HBKsaar ist am 12. Juli 2026 die Ausstellung zum Kunst- und Designpreis zusammen zu Ende gegangen. Der von der Arbeitskammer des Saarlandes anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens ausgelobte Wettbewerb stellte das gemeinsame Entwickeln von Ideen und Projekten in den Mittelpunkt. Entsprechend wurde bewusst auf klassische Platzierungen verzichtet: Statt erster, zweiter und dritter Plätze vergab die Jury drei gleichwertige, mit jeweils 4.000 Euro dotierte Preise.
Aus insgesamt zwölf Einreichungen waren sieben Finalistenteams ausgewählt worden, deren Arbeiten in der Ausstellung präsentiert wurden. Die ausgezeichneten Projekte nähern sich dem Wettbewerbsthema zusammen auf sehr unterschiedliche Weise und zeigen, wie vielfältig Zusammenarbeit gedacht und gestaltet werden kann.
Doppelschicht
Team: Emily Lou Ehrlich, Anna Blau, Hannes Rabenstein, Marc Böhme, Moana Prinz, Arne Lohmann
Willkommen im chaotischen Arbeitsalltag – nur anders. In diesem 2D-Pixel-Style-Adventure trifft Becky an ihrem ersten Arbeitstag auf Trisha, die ihre neue Kollegin einarbeiten soll. Während Becky jedes Detail hinterfragt und Regeln akribisch ernst nimmt, improvisiert Trisha lieber entspannt. Um knifflige Level zu meistern, müssen die beiden trotz ihrer Gegensätze zusammenarbeiten, Hinweise entschlüsseln und versteckte Sammelkarten zu Arbeitsschutzgesetzen finden. Spielerisch und humorvoll vermittelt das Game Wissen über Arbeitnehmerrechte – und zeigt zugleich, dass man gemeinsam mehr erreicht.
Recall
Team: Anastasia Pantazi, Anna von Trott zu Solz
Für die Performance werden gesammelte Visitenkarten geschreddert und zu Papierpulpe verarbeitet. Individuelle Namen und Zuschreibungen lösen sich auf und werden Teil eines gemeinsamen Materials. Daraus entstehen neue, blanko Visitenkarten, die von Besucher*innen individuell beschrieben werden können. Die Arbeit untersucht Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in der Arbeitswelt und fragt danach, wie sich individuelle Identitäten in kollektive Zusammenhänge einschreiben.
Der Bär, der Welpe, die Giraffe, der Hund und die Taube
Team: j. Haeusser, Clara Höferlin, Melissa Pelk
Kuscheltiere auf einem mit Kunstrasen bedeckten Hügel bilden einen offenen Gesprächsraum, in dem über psychische Belastungen in und um den Arbeitsalltag gesprochen werden kann. Besucher*innen sind eingeladen, markierte Stellen zu drücken, den Kuscheltieren zu lauschen und über eigene Erfahrungen nachzudenken. Ein Begleitheft stellt alle Texte in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.