Farbe + Raum
SS 2025
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Projektbetreuung
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Richtung
Malerei
Projekt Art
Ich reflektiere über die Kraft des Gemäldes im Gegensatz zur Fotografie. Wenn Genauigkeit und Realitätsnähe gefordert werden, greifen viele Menschen wohl eher zur Fotografie. Technologischer Fortschritte ermöglicht heute, alltägliche oder besondere Momente festzuhalten ohne großen Zeit-oder Arbeitsaufwand. Vor diesem Komfort stellt sich die Frage, warum es dennoch sinnvoll ist, Motive, die fotografisch abbildbar sind, noch malerisch umzusetzen. Dies liegt vermutlich daran, dass gewisse Aspekte der menschlichen Wahrnehmung und Empfindung von der Fotografie nicht erfasst werden können.
Mein künstlerisches Ziel ist, unpersönliche Bildmotive in persönliche zu transformieren. Häufig fokussiere ich Architektur und gebaute Räume als Motiv, da diese im Alltag meist übersehen werden, obwohl sie grundlegend sind. In der zeitgenössischen Architektur fasziniert mich das Lesen von Effizienzprinzipien, sowohl auch die Ästhetik und technische Präzision vergangener Architekturformen verdient großen Respekt. Innerhalb dieser vom Menschen geschaffenen Bauten möchte ich das Raumgefühl, die feinen Details und das Lebensgefühl einfangen. Die Malerei ermöglicht hier einen Perspektivwechsel weg von der fotografischen Genauigkeit hin zu einer subjektiven, emotionalen Darstellung.
Gleichwohl ist mein Anliegen nicht, mit meinen Bildern eine allgemeingültige Botschaft zu vermitteln oder Betrachter zu belehren. Es ist kaum möglich, ein Werk zu schaffen, das für alle Menschen gleichermaßen nachvollziehbar und überzeugend ist, da jeder unterschiedliche Erfahrungen und Werte besitzt. Ich strebe danach, das Persönlichste als Quelle der Kreativität zu nutzen. Meine Malerei ist eine Dokumentation meiner eigenen Emotionen, nicht eine Aufforderung zur Empathie.