Fachpraktische Vertiefung und kunstdidaktische Reflektion


Von Landschaft leben – Produktive Bildreflexionen zu Fragen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Kunstpädagogik
WS 2026/27

Termine

Startdatum: 23.10.2026
Enddatum: 05.02.2027
Freitag: 09:15 - 12:45


Lehrende*r

Prof. Dr. Annette Hasselbeck

Verantwortliche*r Professor*in

Prof. Dr. Annette Hasselbeck



Lehrveranstaltung
geeignet für

Studiengänge

Kunsterziehung
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst


Maximale Anzahl Teilnehmer*innen

keine Teilnahmebeschränkung


Anmeldeverfahren

Anmeldeinformationen sind ab 21.09.2026 09:00 einsehbar.


Veranstaltungsart

Theorie (Fachdidaktik) - 4 ECTS

ECTS

4 ECTS


Leistungskontrolle

Anwesenheitspflicht, mündliche Prüfung, Referat/Hausarbeit/Klausur, schriftliche Prüfung


Beschreibung

Kann eine Auseinandersetzung mit Landschaftsdarstellungen Ausgangspunkt für eine transformative Bildung in Zeiten ökologischer Krisen sein? Bezugnehmend auf historische und gegenwärtige Landschaftsdarstellungen in der Malerei untersuchen wir zunächst, welche Weltsichten und Landschaftskonzeptionen in der künstlerischen Darstellung jeweils anschaulich werden.

Dieses Seminar diskutiert das kulturelle Konstrukt der Landschaft als von uns distanziertes Objekt und stellt ihr François Julliens Konzept des „Mitschwingens“ gegenüber. In Julliens Buch „Von Landschaft leben“ (2016), einer transkulturellen Untersuchung von Landschaftsdarstellungen, wird Landschaft als Ressource verstanden. Der Blick auf Landschaft als Ressource kann sich aus verschiedenen Perspektiven teils als konträr erweisen. Die Frage, was uns die Landschaft in Zeiten des Anthropozäns gibt oder geben soll, wird unterschiedlich beantwortet. Die Auseinandersetzung mit Landschaft in der Kunst wirft eine interdisziplinäre Perspektive auf. Sie berührt kulturelle, ökologische, ökonomische und soziale, sowie ethische und ästhetische Aspekte. 

Dieses Seminar verknüpft diese Fragen verschiedener Disziplinen und vertieft die fachwissenschaftliche Auseinandersetzung im Sinne einer interdisziplinären Kunstpädagogik.

Hierfür arbeiten wir mit Texten aus der Kunstpädagogik, themenbezogenen Texten anderer Disziplinen und auch praktisch. Wir erkunden und reflektieren verschiedene rezeptive und kunstpraktische Methoden, die einen Zugang zur historischen und gegenwärtigen Landschaftsdarstellung in der Kunst herstellen.

Um kunstpraktische und rezeptive Methoden zu erproben, besuchen wir im Rahmen der Seminarzeiten die aktuelle Ausstellung „Sonne, Mond und Sterne – Entdeckungsreise durch Licht und Farbe“ in der Modernen Galerie und den Skulpturengarten.

Im Seminar verknüpfen wir auf diese Weise kunstpädagogische Fragen der praktischen Werkrezeption mit zentralen Aspekten der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).


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