Reflexion
SS 2025
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In der Arbeit Reflexion setzt sich Lea Stilgenbauer mit der Doppeldeutigkeit des Begriffs Reflexion auseinander. Zum einen Reflexion als physikalisches Lichtphänomen und zum anderen als nachdenklicher, innerer Prozess. Diese zwei Bedeutungen von Reflexion – das Sichtbare und das Innere – verbindet sie künstlerisch: In Fotografien zeigt sie Spiegel in privaten Räumen Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten, in denen sich die Bewohner:innen in ihrem alltäglichen Leben spiegeln. Diese Bilder dokumentieren nicht nur visuelle Spiegelungen, sondern eröffnen Einblicke in persönliche Lebenswelten. Durch begleitende Interviews, in denen es um den eigenen Blick in den Spiegel und das Selbstbild geht, wird die gedankliche Reflexion thematisiert. Motiviert von der Frage, wie Spiegel nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere zeigen können, entwickelt sie zusätzlich eine Installation: Zitate aus den Interviews werden mittels Lichtprojektion auf Spiegel gelenkt und an die Wände reflektiert – eine visuelle Metapher für den gedanklichen Rückbezug auf sich selbst. Die Arbeit lädt dazu ein, über das eigene Selbstbild nachzudenken und zeigt, wie eng Wahrnehmung, Raum und Identität miteinander verflochten sind.