Dieselbe Szene, ein anderer Film mit N.N. (Vertretung von Axel Ranisch)
WS 2026/27
Termine
Startdatum: 09.12.2026
Enddatum: 12.12.2026
Mittwoch: 10:00 - 18:00
Donnerstag: 10:00 - 18:00
Freitag: 10:00 - 18:00
Samstag: 10:00 - 16:00
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Master Media Art & Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Lehrveranstaltung
auch geöffnet für
Studiengänge
Kunsterziehung
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Produktdesign
Master Public Art/Public Design
Media Art & Design
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Veranstaltungsort
Atelier Prof. Cho
Mainzerstrasse 52, im Hinterhof ganz hinten rechts, 2. Etage
66111 Saarbrücken
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
12
Veranstaltungsart
Fachpraxis
ECTS
4 ECTS
8 ECTS
Leistungskontrolle
Anwesenheitspflicht, Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Beschreibung
Das Kino erfindet sich ständig neu – und erzählt dabei erstaunlich oft dieselben Szenen. Manchmal ganz bewusst, manchmal versteckt: So findet sich etwa eine fast identische Situation aus Der letzte Mohikaner Jahre später in Mission: Impossible 2. Jane Austens Emma wurde über Generationen hinweg immer wieder neu interpretiert, und selbst die Titanic sank im Kino schon ganz unterschiedlich – vom deutschen Nazi-Propagandafilm von 1943 bis zu James Camerons Blockbuster.
Was passiert also, wenn unterschiedliche Filmemacher mit demselben Ausgangsmaterial arbeiten? Eine Szene kann nahezu dasselbe erzählen und sich trotzdem vollkommen anders anfühlen. Durch Perspektive, Ton, Rhythmus, Schauspiel und Inszenierung kann sie leicht und komisch, ernst und tragisch, romantisch oder bedrohlich werden. Manchmal verändert sich der Schwerpunkt, manchmal sogar die Bedeutung – obwohl die eigentliche Situation dieselbe bleibt.
Genau darum geht es in diesem viertägigen Workshop: Wie viele verschiedene Filme können aus derselben Szene entstehen?
Alle Teilnehmenden bekommen dieselbe Szene aus einem Roman als Ausgangspunkt. Was ist für mich die Essenz? Welche Figur interessiert mich? Aus wessen Perspektive erzähle ich? Wo setze ich meinen Schwerpunkt? Bleibe ich nah an der Vorlage oder interpretiere ich sie abstrakt? Was lasse ich weg, was erfinde ich dazu? Die Szene wird interpretiert, inszeniert, gedreht und geschnitten.
Am Ende schauen wir uns alle Filme gemeinsam an und entdecken, wie unterschiedlich ein und dieselbe Vorlage aussehen, klingen und sich anfühlen kann.
Ablauf
Tag 1: Einführung ins Thema anhand vieler filmischer Beispiele. Vergabe der literarischen Vorlage und gemeinsame Hilfestellung bei der Übertragung des Textes in ein Drehbuch bzw. bei der Entwicklung einer eigenen filmischen Umsetzung.
Tag 2: Drehen und Inszenieren der eigenen Interpretation.
Tag 3: Schnitt der entstandenen Filme.
Tag 4: Gemeinsame Vorführung und Besprechung aller Filme – und der Vergleich, was aus ein und derselben Vorlage entstanden ist.