Digitale Mündigkeit
Design und Demokratie im Zeitalter der KI
WS 2026/27
Termine
Startdatum: 15.10.2026
Enddatum: 04.02.2027
Donnerstag: 14:00 - 16:00
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Kulturmanagement–Kooperationsstudiengang mit htw saar und HfM Saar
Master Kuratieren und Ausstellungswesen
Master Media Art & Design
Master Museumspädagogik
Master Produktdesign
Master Public Art/Public Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
keine Teilnahmebeschränkung
Anmeldeverfahren
- Keine vorherige Anmeldung nötig
Veranstaltungsart
Theorie (Designtheorie) - 4 ECTS
Theorie (Wahl aus dem Hochschulangebot) - 4 ECTS
Theorie Seminar – Vorlesung – 8 ECTS
ECTS
4 ECTS
8 ECTS
Leistungskontrolle
Referat/Hausarbeit/Klausur
Beschreibung
Das Vertrauen in das System der Demokratie lässt immer mehr nach. Ein Grund für das wachsende Mißtrauen sind die neuen digitalen Medientechnologien: Sie werden nicht nur dazu genutzt, um menschen-, frauen-, judenfeindliche Narrative in die Welt zu setzen. Sie dienen mehr denn je dem Zweck, neue und alternative Wirklichkeiten zu schaffen, die der Flucht aus einer Wirklichkeit dienen, die immer mehr Menschen als Zumutung wahrnehmen. An dieser Stelle entpuppt sich die Digitalisierung als der mächtigste Kulturprozess und zugleich eine der größten Herausforderungen unserer Tage.
In unserem Kurs untersuchen wir, wie die medialen Mechanismen der Entmenschlichung funktionieren, die zur sogenannten „Spaltung der Gesellschaft“ führen. Wir analysieren das Mindset der Tech-Milliardäre wie Peter Thiel und Elon Musk, die erkennbar keinen Sinn mehr in der Demokratie sehen und die offen einen „system change“ propagieren.
Dem gegenüber beziehen wir uns auf die Tradition der „Erziehung zur Mündigkeit“, die mit Theodor W. Adorno in der Nachkriegszeit philosophie- und bildungsgeschichtliche Epoche geschrieben hat. Wir fragen uns, wie heutzutage Designer*innen und Künstler*innen als Gestalter*innen des öffentlichen Lebens einen sinnvollen Beitrag zum Erhalt und/oder Weiterentwicklung einer „wehrhaften Demokratie“ (K. Loewenstein, S. Salzborn) leisten können. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir alternative Zukunftsbilder und persönliche Befähigungen („capabilities“), durch die mündige Menschen zum Träger neuer lebenswerter Wirklichkeiten werden können.