Digitale Mündigkeit


Design und Demokratie im Zeitalter der KI
WS 2026/27

Veranstaltungsart

Theorie (Designtheorie) - 4 ECTS Theorie (Wahl aus dem Hochschulangebot) - 4 ECTS Theorie Seminar – Vorlesung – 8 ECTS

ECTS

4 ECTS
8 ECTS


Leistungskontrolle

Referat/Hausarbeit/Klausur


Beschreibung

Das Vertrauen in das System der Demokratie lässt immer mehr nach. Ein Grund für das wachsende Mißtrauen sind die neuen digitalen Medientechnologien: Sie werden nicht nur dazu genutzt, um menschen-, frauen-, judenfeindliche Narrative in die Welt zu setzen. Sie dienen mehr denn je dem Zweck, neue und alternative Wirklichkeiten zu schaffen, die der Flucht aus einer Wirklichkeit dienen, die immer mehr Menschen als Zumutung wahrnehmen. An dieser Stelle entpuppt sich die Digitalisierung als der mächtigste Kulturprozess und zugleich eine der größten Herausforderungen unserer Tage.

In unserem Kurs untersuchen wir, wie die medialen Mechanismen der Entmenschlichung funktionieren, die zur sogenannten „Spaltung der Gesellschaft“ führen. Wir analysieren das Mindset der Tech-Milliardäre wie Peter Thiel und Elon Musk, die erkennbar keinen Sinn mehr in der Demokratie sehen und die offen einen „system change“ propagieren.

Dem gegenüber beziehen wir uns auf die Tradition der „Erziehung zur Mündigkeit“, die mit Theodor W. Adorno in der Nachkriegszeit philosophie- und bildungsgeschichtliche Epoche geschrieben hat. Wir fragen uns, wie heutzutage Designer*innen und Künstler*innen als Gestalter*innen des öffentlichen Lebens einen sinnvollen Beitrag zum Erhalt und/oder Weiterentwicklung einer „wehrhaften Demokratie“ (K. Loewenstein, S. Salzborn) leisten können. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir alternative Zukunftsbilder und persönliche Befähigungen („capabilities“), durch die mündige Menschen zum Träger neuer lebenswerter Wirklichkeiten werden können.


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