Dokumentarfilmwerkstatt - Biografische Filme WS 26/27
Was bleibt von einem Leben?
WS 2026/27
Termine
Startdatum: 13.10.2026
Enddatum: 02.02.2027
Dienstag: 10:00 - 13:00
Lehrende*r
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Master Media Art & Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Lehrveranstaltung
auch geöffnet für
Studiengänge
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Produktdesign
Master Public Art/Public Design
Produktdesign
Veranstaltungsort
Atelier Prof. Cho
Mainzerstrasse 52, im Hinterhof ganz hinten rechts, 2. Etage
66111 Saarbrücken
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
15
Anmeldeverfahren
Anmeldeinformationen sind ab 21.09.2026 09:00 einsehbar.
Veranstaltungsart
Atelierprojekt
Atelierprojekt kurz
ECTS
8 ECTS
16 ECTS
Leistungskontrolle
Vorlage und Präsentation von Projektergebnissen
Beschreibung
Das Leben ist vergänglich. Was bleibt, wenn ein geliebter Mensch – Vater, Mutter, Großmutter, Großvater oder ein anderer Mensch, der uns nahesteht – eines Tages nicht mehr da ist?
Im Wintersemester wollen wir uns in der Dokumentarfilmwerkstatt mit biografischen Filmen beschäftigen. Wir versuchen, mit filmischen Mitteln ein kleines Denkmal für einen Menschen zu schaffen und Spuren seines Lebens festzuhalten.
Aber wie lässt sich ein ganzes Leben in einem kurzen Film erzählen? Was brauchen wir dafür? Fotos und Familienfilme? Briefe, Zeugnisse und andere Dokumente? Einen Gegenstand, der im Leben dieses Menschen eine besondere Rolle gespielt hat? Seine Wohnung, seine Hände, seine Stimme? Vielleicht reicht sogar ein Gedicht. Oder eine Collage aus Dingen, Bildern und Erinnerungen, die auf die Spuren eines Lebens verweisen.
Ihr könnt euren eigenen filmischen Weg frei wählen und eine Form finden, die zu dem Menschen passt, den ihr porträtieren möchtet. Der Film muss keine vollständige Biografie von der Geburt bis zur Gegenwart erzählen. Manchmal kann ein einziger Gegenstand, eine Erinnerung oder eine kleine Begebenheit mehr über ein Leben erzählen als eine chronologische Aufzählung aller Lebensstationen.
Für diejenigen, die ihre ersten dokumentarischen Schritte wagen möchten, werden wir außerdem gemeinsam nach einer einfachen Methode arbeiten, die sich auf ganz unterschiedliche Lebensgeschichten anwenden lässt. Sie soll euch helfen, ohne große Angst und ohne unnötige Hindernisse einen ersten biografischen Dokumentarfilm zu entwickeln und fertigzustellen.
Dafür werden wir das Seniorenheim St. Barbara besuchen und dort drei Bewohner:innen kennenlernen und porträtieren. Wir werden gemeinsam überlegen: Wie begegnen wir einem Menschen, dessen Leben wir zunächst kaum kennen? Wie führen wir ein biografisches Gespräch? Welche Spuren suchen wir? Und wie verdichten wir viele Jahrzehnte eines Lebens zu einem kurzen Film?
Dabei beschäftigen wir uns natürlich auch mit den grundlegenden Fragen des Dokumentarfilms: Beobachtung und Interview, Nähe und Distanz, Bild und Ton, Archivmaterial, Montage – und nicht zuletzt mit der Verantwortung gegenüber den Menschen, deren Geschichte wir erzählen.
Wer bereits im Sommersemester ein dokumentarisches Projekt begonnen hat, kann selbstverständlich daran weiterarbeiten.
Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Workshop ist der bereits erworbene Geräteführerschein Video 1 und Audio 1 oder eine vergleichbare Ausbildung bzw. entsprechende praktische Erfahrung im Umgang mit Kamera und Ton.