Impro-Film: Den Überblick im Chaos behalten mit N.N. (Vertretung von Axel Ranisch)
WS 2026/27
Termine
Startdatum: 08.02.2027
Enddatum: 12.02.2027
Montag: 10:00 - 18:00
Dienstag: 10:00 - 18:00
Mittwoch: 10:00 - 18:00
Donnerstag: 10:00 - 18:00
Freitag: 10:00 - 18:00
Lehrveranstaltung
geeignet für
Studiengänge
Freie Kunst
Kommunikationsdesign
Kunsterziehung
Master Media Art & Design
Media Art & Design
Medieninformatik–Kooperationsstudiengang mit der UdS
Lehrveranstaltung
auch geöffnet für
Studiengänge
Master Experimental Media
Master Freie Kunst
Master Kommunikationsdesign
Master Produktdesign
Produktdesign
Quereinstiegsmaster Lehramt Bildende Kunst
Veranstaltungsort
Atelier Prof. Cho
Mainzerstrasse 52, im Hinterhof ganz hinten rechts, 2. Etage
66111 Saarbrücken
Maximale Anzahl Teilnehmer*innen
12
Veranstaltungsart
Atelierprojekt kurz
Fachpraxis
ECTS
4 ECTS
8 ECTS
Leistungskontrolle
Anwesenheitspflicht, Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen
Beschreibung
Improvisation begleitet das Kino fast seit seinen Anfängen: von den teilweise improvisierten Komödien der Stummfilmzeit über John Cassavetes und Jean-Luc Godard bis zu Dogma 95, dem amerikanischen Mumblecore der 2000er – aus dem unter anderem Greta Gerwig hervorging – und dem „German Mumblecore“ um Filmemacher wie Axel Ranisch und Jakob Lass.
Doch all diese Filme arbeiten vollkommen unterschiedlich. Mal entsteht die Geschichte aus der Improvisation, mal steht die Handlung fest und nur die Dialoge sind frei. Manchmal improvisieren die Schauspieler, manchmal die Kamera – und manchmal besteht die eigentliche Improvisation darin, dass der Regisseur erst am Morgen entscheidet, was überhaupt gedreht wird. Den einen Impro-Film gibt es nicht.
Was kann Impro-Film besonders gut? Wo liegen seine Grenzen? Wie schafft man Situationen, in denen Schauspieler wirklich frei sein können, ohne dass die Geschichte verloren geht? Und vor allem: Wie behält man als Regisseur oder Regisseurin den Überblick, wenn vor der Kamera Dinge passieren, die vorher niemand planen konnte?
In diesem dreitägigen Workshop schauen wir uns anhand vieler Film- und Szenenbeispiele unterschiedliche Formen und Philosophien des improvisierten Filmemachens an – und probieren sie anschließend selbst aus.
Alle Teilnehmenden bekommen dieselbe thematische Vorlage und entwickeln daraus ihren eigenen improvisierten Kurzfilm. Dabei geht es nicht darum, das Chaos zu verhindern, sondern darum, ihm einen Rahmen zu geben – und zu lernen, wann man es kontrollieren und wann man es einfach passieren lassen sollte.
Ablauf
Tag 1: Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis des Impro-Films anhand zahlreicher Film- und Szenenbeispiele. Welche unterschiedlichen Ansätze gibt es? Was sind die Stärken und Schwächen? Und welche Regeln und Werkzeuge helfen dabei, trotz Improvisation Geschichte, Figuren und Dramaturgie nicht aus den Augen zu verlieren? Anschließend Vorstellung der thematischen Vorlage und Entwicklung der eigenen filmischen Idee.
Tag 2-3: Improvisieren, inszenieren und drehen.
Tag 4: Schneiden.
Tag 5: Gemeinsame Vorführung und Besprechung der entstandenen Filme: Was hat funktioniert? Wo hat die Improvisation etwas hervorgebracht, das man niemals hätte planen können – und wo hätte vielleicht gerade eine klarere Vorbereitung mehr Freiheit geschaffen?