Toolmaker - No-Code Coder WS26/27


Demokratisierung der Softwareentwicklung durch KI
WS 2026/27

Veranstaltungsart

Fachpraxis Fachpraxis Werkstatt

ECTS

4 ECTS


Leistungskontrolle

Vorlage und Präsentation von Arbeitsergebnissen


Beschreibung

Der Mensch ist ein Toolmaker. Seit Jahrtausenden erweitern wir unsere Fähigkeiten durch Werkzeuge – vom Faustkeil über das Fahrrad bis zum Computer. Mit KI beginnt nun eine neue Stufe dieser Entwicklung: Erstmals können auch Menschen ohne klassische Programmierkenntnisse eigene digitale Werkzeuge entwickeln.

Statt sich an bestehende Software anzupassen, können wir zunehmend Software für unsere eigenen Arbeitsweisen bauen: ein spezialisiertes Recherchetool, einen Assistenten für ein Filmprojekt, eine Anwendung für einen gestalterischen Prozess oder ein Werkzeug für ein Problem, für das es bislang schlicht keine passende Software gibt.

Der Kurs beschäftigt sich mit Vibe Coding bzw. Prompt Coding: der Entwicklung von Software, indem wir KI-Systeme und Coding Agents wie Codex oder Claude Code in natürlicher Sprache anweisen, Anwendungen zu planen, zu programmieren und weiterzuentwickeln. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Programmieren zu lernen. Stattdessen lernen wir die grundlegenden Prinzipien kennen, die notwendig sind, um digitale Produkte zu denken: Wie zerlegt man eine Idee in Funktionen? Wie ist eine Anwendung aufgebaut? Wie formuliert man Anforderungen so, dass aus einer Idee ein funktionierendes Werkzeug wird?

Der Schwerpunkt liegt auf der Praxis. Jeder entwickelt im Laufe des Kurses ein eigenes Tool für einen realen Anwendungsfall aus der eigenen künstlerischen, gestalterischen oder persönlichen Arbeit.

KI muss man dabei weder feiern noch fürchten. Entscheidend ist zu verstehen, welche neue Möglichkeit hier entsteht: Software wird vom fertigen Produkt zunehmend zu einem Material, das wir selbst formen können.


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