ZEITSPRUNG  –  Kunst sieht Kunst


Katalog zur Ausstellung im Bode-Museum – Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Berlin

Erscheinungsjahr

2025


Informationen

Auf Einladung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz recherchierten Studierende der Hochschule der Bildenden Künste Saar seit Winter 24/25 im Berliner Bode-Museum, insbesondere in der Skulpturensammlung und im Museum für Byzantinische Kunst. Die jungen Künstler*innen waren fasziniert von den frommen, inbrünstigen, ekstatischen, grotesken oder seelenruhigen Figuren und Gesichtern. Die mythologischen Gestalten aus Bronze, die biblischen Sünder und Heiligen aus Holz oder Elfenbein lösten Empfindungen großer Ferne und Nähe zugleich aus. Diese beseelten Leiber stammen aus anderen Zeitaltern. Sie sind noch keine sich selbst gehörenden Individualkörper. Und doch sind die alten Helden und Heiligen menschliche Gestalten – genau wie wir heute. Die Betrachtung dieser Träger von überpersönlichem, heiligem oder metaphorischem Sinn aus der Perspektive spätmoderner Individuen mit Insta-Account entpuppte sich für die jungen Künstler*innen als produktive Spannung. Sie reagierten nicht mit Texten, ihre Vermittlung alter Kunst besteht aus neuer Kunst.

Die künstlerischen Ergebnisse dieses Dialoges werden ab 14. Februar 2025 im Bode-Museum präsentiert. Mit Fotografien, Installationen und digital abrufbaren Arbeiten werden die Bezüge in den Sälen des Museums hergestellt. Im Projekt-Kabinett laden Videos und eine Broschüre mit Konzepten zu einer konzentrierten Entdeckung ein.

Diese Ausstellung wurde von Dr. Elisabeth Ehler, Dr. Cäcilia Fluck, Dr. Tobias Kunz (Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst) und von Adam Langer (Wissenschaftlicher Referent, Stiftung Preußischer Kulturbesitz) ermöglicht.

Lehrende: Prof. Eric Lanz, Leonore Leonardy, Prof. Matthias Winzen

Beteiligte Studierende: Ham Babaei, Clara Höferlin, Diana Kadochnikova, Nils Kammer, Haegang Lee, Sarah Niecke, Melissa Pelk, Tamara Pick, Claudius Rodenbüsch, Heidrun Stern und Jennifer Trenkel.